
Insolvenzen fallen auf Zehnjahrestief
Die Rekordbeschäftigung und die stabile Konjunktur sorgen dafür, dass die Zahl der Privatpleiten so niedrig ist wie lange nicht mehr. Auch die Unternehmensinsolvenzen gehen zurück.
David WöllensteinRedakteurTrotzdem: Mit 23 230 Unternehmen rutschten so wenige in die Pleite wie noch nie seit der Einführung der Insolvenzordnung 1999. Und: Gegenüber dem bisherigen Höchststand (2003/39 470 Fälle) habe sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um rund 41 Prozent verringert.
Einige prominente Firmen hat es erwischt
Insgesamt dominierten in Deutschland Kleinstinsolvenzen - auch wenn einige bekanntere Unternehmen wie der Baudienstleister Imtech Deutschland, die Handelskette Strauss Innovation oder der Kettcar-Hersteller Kettler Insolvenz anmelden mussten.
So fiel der mögliche Schaden aus Firmenzusammenbrüchen geringer aus als im Vorjahr. Im Feuer standen Forderungen der Gläubiger in Höhe von insgesamt 19,6 Milliarden Euro nach 26,1 Milliarden im Jahr zuvor. Mit 225 000 Arbeitnehmern waren auch deutlich weniger (minus 14,8 Prozent) von der Insolvenz des Arbeitgebers betroffen als 2014.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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