
ISM: Chips, Nüsse und Salzstangen auf der Gewinnerseite
Die Deutschen gönnten sich 2009 weniger Süßes als im Vorjahr, doch für die Hersteller von Knabberartikeln lief es ausgezeichnet. Die Branche hofft auf Impulse durch die Fußball-WM in Südafrika.
David WöllensteinRedakteurFußball-WM als Umsatzturbo
Für das laufende Jahr hofft der Verband, dass die Konsumlaune der Deutschen trotz möglicherweise steigender Arbeitlosenzahlen anhält. Inbesondere die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft in Südafrika soll für mehr Absatz sorgen. Knabberatikel dürften von diesem Ereignis am meisten profitieren.
Der Nüsse-Spezialist Ültje etwa zeigt auf der ISM ein neues Produkt mit südafrikanischen "Chakalaka"-Gewürzen ein. Ültje-Geschäftsführer Guido Wolf schätzt, dass die WM 2010 ein Umsatzplus von rund ein Prozent ausmachen wird.
Produktion von Schokolade geht zurück
Hersteller von klassischen Süßwaren-Sortimenten blicken gespannt auf 2010 nach einem schwierigen Jahr 2009. Die Produktion von Schokolade und feinen Backwaren ging in der Menge um 3 Prozent und im Wert um 1,1 Prozent zurück.
Trotzdem habe sich die deutsche Süßwarenindustrie insgesamt relativ gut behauptet, sagt der BDSI. So ging die Produktion von Süßwaren im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 3,57 Millionen Tonnen zurück. Wertmäßig sei sie aber nur um 0,6 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro zurückgegangen.
Die Ursache liege unter anderem in den gestiegenen Rohstoffpreisen, beispielsweise beim Kakao, die an den Handel weitergereicht werden mussten, so der BDSI. 40 Prozent der deutschen Süßwaren-Produktion werden inzwischen exportiert

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
Alle Beiträge