Jede zweite Blüte ein falscher Fünfziger

Jede zweite Blüte ein falscher Fünfziger

Auf rund 20.000 echte Geldscheine kommt eine Fälschung. Eine Banknote erfreut sich dabei besonderer Beliebtheit. Laut Bundesverband Deutscher Banken (bdb).

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Auf rund 20.000 echte Geldscheine kommt eine Fälschung. Eine Banknote erfreut sich dabei besonderer Beliebtheit.Laut Bundesverband Deutscher Banken (bdb) ist etwa jede zweite Banknotenfälschung eine Fünfzig-Euro-Note. Auf sie entfallen 48 Prozent aller gefälschten Euro-Geldscheine.

Es folgen Zwanziger mit einem Anteil von 20 Prozent. Die wenigsten Fälschungen gibt es von der größten und der kleinsten Banknote: dem Fünfhunderter und dem Fünfer (siehe ).

Insgesamt flogen in 2007 rund 566.000 Fälschungen auf. Gemessen an mehr als 11 Milliarden in Umlauf befindlichen echten Euro-Banknoten ist dies ein sehr niedriger Anteil und belegt die hohe Fälschungssicherheit der europäischen Währung, so der bdb.

Statistisch gesehen kommt auf etwa 20.000 echte Banknoten eine Fälschung. Um nicht Opfer einer Fälschung zu werden, sollten Händler und Verbraucher erhaltene Geldscheine anhand der bekannten Sicherheitsmerkmale überprüfen, wie beispielsweise Wasserzeichen, Sicherheitsfaden und Durchsichtsregister rät der Bankverband.

50 Euro-Scheine im Wert von 222 Milliarden Euro im Umlauf

Ein Drittel des wertmäßigen Banknotenumlaufs im Euroraum entfällt auf 500-Euro-Banknoten. Demnach waren nach Angabe der Deutschen Bundesbank Ende 2007 die lilafarbenen 500er mit einem Gesamtwert von 226 Milliarden Euro in Geldbörsen, Kassen oder im Sparstrumpf zu finden.

An zweiter Stelle folgt der viel gebräuchlichere 50-Euro-Schein mit einem Gesamtwert von 222 Milliarden Euro. Die übrigen fünf Banknotenwerte teilen sich das restliche Drittel.

Keine Verpflichtung 500 Euro-Scheine anzunehmen

Obwohl sämtliche Euro-Banknoten gesetzliche Zahlungsmittel in unbegrenzter Höhe sind, können Händler, Dienstleister und Gastronomen ihre Annahmepflicht eingrenzen. Beispielsweise findet sich bei Tankstellen oder Supermärkten häufig der Hinweis, dass 500-Euro-Banknoten nicht angenommen werden.

Die Bestände an Wechselgeld müssten sonst unverhältnismäßig hoch sein. Zudem ist der Schaden besonders groß, sollte der Kassierer einer Fälschung zum Opfer fallen. Wichtig hierbei: Der Händler muss den Kunden gut sichtbar darauf hinweisen.

Im angemessenen Verhältnis zahlen

Im Übrigen gilt die Grundregel, dass der verwendete Geldschein möglichst in einem angemessenen Verhältnis zur gekauften Ware oder Dienstleistung stehen sollte, teilt der Bankenverband mit. Wer etwa die Rechnung für eine Autoreparatur in Höhe von 490 Euro bezahlen muss, kann einen 500-Euro-Schein zücken.

Bei einer Tankrechnung von 60 Euro muss der Tankwart die Annahme eines 500-Euro-Scheins nicht akzeptieren, wenn er dies - etwa durch einen Aushang an der Zapfsäule - deutlich bekannt gegeben hat. Denn Tankstellen und auch Einzelhandelsgeschäfte sind keine Wechselstuben.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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