Gar nicht so übel - für eine Mittelstadt ohne aufregende Einzelhandelskonkurrenz. In einer Großstadt würden aber Regale aus verlöteten Wasserrohren nicht weiter auffallen, findet Tester Waldemar Toporowski.
Atmosphäre zum Wohlfühlen
Der Standort Göttingen lebt eindeutig von der Architektur der Markthalle. Hier muss Karstadt aber mehr daraus machen, um K-Town als innovatives Angebot zu verkaufen. Warum nicht mit einer kleinen Bar, um die Aufenthaltsdauer der Kunden zu erhöhen? Diese ließe sich mühelos in eine Galerie einbauen, in der derzeit Ware präsentiert wird. Diese Ware ist gegenwärtig für Kunden unerreichbar, da sie in drei Metern Höhe ausgestellt wird.
Immerhin strahlt K-Town eine Atmosphäre aus, in der sich der Kunde wohlfühlen kann. Die zum jungen Zielpublikum passende Musik ist nicht zu laut, das Geschäft wirkt aufgeräumt, die Preiskommunikation ist zurückhaltend, sodass Konsumenten das Gefühl bekommen, etwas Exklusives zu kaufen.
Zur Person: Waldemar Toporowski ist Professor für Handelsbetriebslehre an der Uni Göttingen.
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Aufgezeichnet von Steffen Gerth
