
Kabinett nickt Abwrackprämie ab
Das Bundeskabinett hat der Aufstockung der Abwrackprämie zugestimmt. Der Wirtschaftsweise und der Bund der Steuerzahler sind nicht begeistert.
Thomas RehmRedakteur"200 Millionen Euro Zinsen jährlich"
Auch der Bund der Steuerzahler fordert den Deutschen Bundestag auf, die von der Bundesregierung geplante Ausweitung der Abwrackprämie nicht durchzuwinken. „Fünf Milliarden Euro Schulden für die wirtschaftspolitisch völlig verfehlte Abwrackprämie bedeuten für die Steuerzahler Zinslasten in der Größenordnung von 200 Millionen Euro jährlich", warnt der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Dr. Karl Heinz Däke. "Eine Kreditaufnahme von fünf Milliarden Euro entspricht einem Schuldenzuwachs von rund 158 Euro in jeder Sekunde des Jahres 2009.“
Der Deutsche Bundestag sollte deshalb keine Sekunde zögern und die Erhöhung dieser Subvention von derzeit 1,5 Milliarden Euro auf 5 Milliarden Euro parlamentarisch verhindern. Das Grundproblem – die bestehenden Überkapazitäten im Autosektor – werde durch die Abwrackprämie nicht gelöst, sondern nur über den Wahltermin hinaus kaschiert. Umso länger Abwrackprämien gezahlt werden, umso dramatischer werde der Rückgang der Autonachfrage dann ausfallen.
Mit der so genannten Abwrackprämie erhalten Käufer von Neu- und Jahreswagen, die ein mindestens neun Jahre altes Auto verschrotten, eine Prämie in Höhe von 2.500 EUR.
wim.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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