
Kälte und Sturm drosseln Spargelertrag
Das Wetter hat den Spargelanbauern in diesem Jahr einen frühen Saisonstart vermasselt. Doch nun ist das edle Gemüse aus heimischem Anbau zu kaufen - wenn auch anfangs noch in geringen Mengen.
Björn BöerChefredakteurSpargel wichtigstes Gemüse in Deutschland
Gemessen an seinem Anteil an der landwirtschaftlichen Fläche ist Spargel das wichtigste Gemüse in Deutschland. Auf gut 25.300 Hektar wird nach Angaben des Statistischen Bundesamts hierzulande Spargel angebaut - das entspricht rund einem Fünftel der gesamten Freilandfläche. 2014 wurden mehr als 114.000 Tonnen geerntet. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen in Niedersachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurden bereits die ersten Stangen gestochen. Die Anbauer rechnen hier jedoch noch mit bis zu drei Wochen Wartezeit auf "Spargel satt". In Rheinland-Pfalz könnte es schon am Wochenende mehr des edlen Gemüses geben. Der Spargelerzeugerverband Südbayern hat auf seiner Internetseite gar einen "Spargelalarm" eingerichtet, mit dem sich Verbraucher per Mail über die Verfügbarkeit informieren lassen können.
Doppelter Flies und Folientunnel
Damit die Stangen überhaupt schon reifen, werden sie vielerorts mit doppeltem Vlies abgedeckt und unter Folien-Tunneln angebaut. Unter dem Kunststoff gedeiht das Stangengemüse schneller. Die Bauern hoffen nun auf wärmeres Wetter und gelegentlichen Regen. Fürs Wachstum benötigt Spargel an der Wurzel eine Temperatur von mindestes 12 Grad. Die Saison endet traditionell an Johanni (24. Juni).

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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