
Karstadt baut Sortiment um
Karstadt-Chef Andrew Jennings will den Umbau des Warenhausbetreibers in vier bis fünf Jahren abschließen. Am Ende sollen die Verkaufsflächen in den Filialen grundlegend anders aussehen als heute.
David WöllensteinRedakteurDer seit Jahresbeginn amtierende Karstadt-Chef zeigte sich optimistisch in Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft: "Wenn nicht mehrere Meter dick Schnee fällt, rechnen wir mit einer spürbaren Verbesserung gegenüber dem Vorjahr". Konkrete Zahlen nannte er allerdings nicht.
Investitionen aus dem Cashflow
Das bereits angelaufene Modernisierungsprogramm für die Karstadt-Filialen werde fortgesetzt, so Jennings. Dabei werde das Unternehmen innerhalb von fünf Jahren insgesamt rund 400 Millionen Euro investieren.
Das Geld komme nicht von Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen. "Modernisierungen finanzieren wir aus dem Cashflow. Und der bleibt trotz der Investitionen positiv", sagte er.
Die zusätzlichen Lohnkosten in Höhe von rund 50 Millionen Euro nach dem Auslaufen des Sanierungstarifvertrags im November 2012 seien zudem "kein Problem."
Das Kaufangebot des Karstadt-Eigentümers Berggruen für den Konkurrenten Kaufhof wollte Jennings nicht kommentieren. An einer Übernahme der Metro-Tochter Kaufhof ist neben Berggruen auch die österreichische Immobilienfirma Signa interessiert.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
Alle Beiträge