
Karstadt drohen bundesweite Streiks
Die Karstadt-Mitarbeiter machen Druck: Per Streik wollen sie eine Rückkehr zur Tarifbindung erzwingen. Und sie stellen Forderungen an Karstadt-Eigentümer Berggruen.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailment"...durch Aktionen bekräftigen"
Überraschend kommt dieser Schritt nicht. "Die Karstädterinnen und Karstädter brauchen eine Perspektive. Die gibt es verlässlich und verbindlich nur durch eine Standort- und Beschäftigungssicherung sowie die Rückkehr in die Tarifbindung", hatte Rüdiger Wolff, Karstadt-Verhandlungsführer von Verdi in der Tarifauseinandersetzung mit der Karstadt-Geschäftsführung, vor einigen Tagen gesagt. "Notfalls müssen wir unsere Forderungen durch Aktionen bekräftigen."
Die Belegschaft des Warenhauskonzerns will nun den Druck auf die Geschäftsleitung erhöhen. Die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Karstadt-Führung verlaufen seit Wochen ergebnislos. Die Arbeitnehmervertreter verlangen eine Rückkehr zur Tarifbindung, Standort- und Beschäftigungssicherung sowie kräftige Investitionen von Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen.
Die nächste Runde in der Tarifverhandlung ist für den 11. November geplant.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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