
Karstadt-Filialen warten auf Investitionsentscheidung
In zwei Filialen warten die Mitarbeiter besonders gespannt auf das Ende des Karstadt-Krimis: Die Häuser in Mainz und Bielefeld sollen renoviert werden - sobald der neue Eigentümer grünes Licht dafür gibt.
Thomas RehmRedakteurLaut Schulz wurde in Mainz eine fällige Sanierung wurde vom früheren Arcandor-Konzern auf die lange Bank geschoben. Das sieht man dem Karstadt-Bau in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt auch an.
Wie derhandel.de berichtete will der Immobilienentwickler Multi Development GmbH die Filialen in Mainz und Bielefeld zu Einkaufszentren umbauen, in denen Karstadt der Ankermieter wäre. Der Mainzer Wirtschaftsdezernent Franz Ringhoffer (FDP) betonte indes in der Lokalzeitung, es gebe mehrere Interessenten.
Geplant sind in Mainz bis zu vier Etagen mit Einkaufsmöglichkeiten, einem Supermarkt sowie Gastronomie
Investitionsplan für die Zeit danach
Nach Informationen von derhandel.de haben die Karstadt-Manager einen Investitionsplan für die Zeit nach dem Verkauf des Unternehmens ausgearbeitet.
Dabei stehen nicht nur Großprojekte im Fokus, sondern viele kleine Investitionen in den Filialen, je nach dem individuellen Bedarf der einzelnen Standorte.
Das Warenangebot soll zum einen gestrafft, zum anderen stärker zentral gesteuert werden. Den einzelnen Häusern soll demnach weniger Freiheit bei der Auswahl des Sortiments eingeräumt werden als heute.
Handelsexperten geben dem Warenhausbetreiber Karstadt eine Zukunft - glauben jedoch, dass es zu Filial-Schließungen kommen wird, zeigt eine Umfrage von derhandel.de.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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