
Karstadt forciert Multichannel-Strategie
Das stationäre Geschäft und die Internet-Aktivitäten von Karstadt sollen künftig besser integriert werden. Denn das Onlinegeschäft des Warenhausbetreibers wächst.
Björn BöerChefredakteurDer Chef von karstadt.de will jedoch weiter gehen und testet derzeit ein System, mit dem der Onlinekunde den Warenbestand eines bestimmten Produktes in einer Filiale seiner Wahl erfahren kann.
Abholung in der Filiale
Da hilft es, dass karstadt.de innerhalb des Unternehmens nichts als reines Profitcenter gesehen wird, sondern auch als Marketing-Schaufenster für das Angebot der Warenhäuser. Zudem soll er Webauftritt Frequenzbringer für die stationären Geschäfte sein. So können Kunden zum Beispiel Online-Coupons drucken, die im Kaufhaus eingelöst werden
Demnächst soll sogar die Abholung von online gekauften Produkten und auch die Rückgabe von Retouren-Ware in der Filiale ausprobiert werden.
Zielgruppe ist 35 Jahre und älter
Karstadt.de zielt nach den Worten Melzers bewusst auf die Zielgruppe ab 35 Jahren ab. Das Online-Sortiment spiegelt nicht das Gesamtangebot der Kaufhäuser, sondern konzentriert sich auf die Bereiche Elektrogeräte, Wohnen und Schlafen, Multimedia, Sport und Spielwaren.
Untersuchungen hätten ergeben, dass 51 Prozent der Besucher des Shops sich über Karstadt-Angebote informieren, so Melzer. Immerhin ein Drittel besucht die Site, um Produkte online zu kaufen.
Zu der Umsatzentwicklung von karstadt.de wollte Michael Melzer wegen des laufenden Verkaufsprozesses der Karstadt-Gruppe lieber nicht zu viel verraten. "Unser Wachstum liegt im Bereich der allgemeinen Steigerungsraten für die E-Commerce-Branche", sagte er.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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