"Karstadt ist heute nicht mehr der Kranke"

"Karstadt ist heute nicht mehr der Kranke"

Der Interimschef stellt seine Arbeit ein - und verbreitet zum Abschluss großen Optimismus. Die wirtschaftliche Lage von Karstadt sei besser als geplant, sagt Thomas Fox. Das soll sich auch bei den Investitionen positiv auswirken.

Steffen GerthSteffen GerthRedakteur Der Handel und etailment
2 Min.· Aktualisiert am
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Die Umsätze stiegen schneller als erwartet, und das Unternehmen verdiene Geld. "Damit wird auch der Spielraum für Investitionen größer."

Der von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg eingesetzte, auf Sanierung spezialisierte Unternehmensberater hatte 432 Tage lang die Geschäfte geführt.

Seit einer Woche liegt diese Aufgabe allein bei dem Briten Andrew Jennings. Er will sich vorerst nicht öffentlich äußern, für Fox' Einlassungen wurde aber eine gemeinsame Sprachregelung festgelegt.

Ungeahntes Wachstum

Ohne Zahlen zu nennen, sagte Fox zum seit Oktober laufenden Geschäftsjahr, dass Karstadt stärker wachse als geplant. "Wir haben außerdem die Ertragskraft erheblich gestärkt, vor allem durch zwei Maßnahmen: durch geänderten Produktmix und bessere Disposition. Dadurch wurden die Abschriften verringert." Das Ausbuchen von unbeliebten, zu viel bestellten oder schlecht verteilten Waren hat entscheidenden Einfluss auf den Ertrag von Handelsunternehmen.

Seit einigen Tagen hat der Umbau von Karstadt in ganz Deutschland im wahrsten Sinne begonnen. In acht Filialen wurden mit Modernisierungsarbeiten begonnen, dazu gehören unter anderem die Häuser am Berliner Kurfürstendamm, in Dresden und Braunschweig. Für den Standort Bad Homburg stehen drei Millionen Euro bereit, um das Haus aufzuhübschen. Am 1. September soll die Filiale in der hessischen Kurstadt neu eröffnet werden.

Von den noch 120 Karstadt-Filialen sollen 21 schnellstmöglich renoviert werden

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Steffen Gerth
Geschrieben vonSteffen Gerth

Redakteur Der Handel und etailment

Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

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