Karstadt-Rettung: Gläubiger sollen Hauptlast tragen

Karstadt-Rettung: Gläubiger sollen Hauptlast tragen

Endlich wird die Strategie erkennbar, mit der Insolvenzverwalter Görg Karstadt retten will. Um die Attraktivität des Unternehmens für Investoren zu steigern, sollen die Gläubiger auf viel Geld verzichten.

Steffen GerthSteffen GerthRedakteur Der Handel und etailment
2 Min.· Aktualisiert am
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Die Gläubiger müssten demnach einen gewaltigen Beitrag leisen: Nur 3 Prozent der Gläubigerforderungen von rund 2,7 Milliarden Euro sollen beglichen werden. Freilich muss sich Görg für dieses Vorhaben noch die Genehmigung der Gläubigerversammlung einholen.

Die Zeitung "Handelsblatt" schreibt, Görg habe den Gläubigern zugesichert, Karstadt bereits bis Ende April verkaufen zu wollen - das wären gut vier Wochen vor dem Termin Ende Mai, der noch vergangene Woche gehandelt wurde.

Dieses verschärfte Tempo ist auch nötig, denn für das Inkrafttreten des Insolvenzplans sei es notwendig, den Vertrag über den Verkauf von Karstadt bis zum 30. April zu unterzeichnen.

"Namhafte Interessenten im Bieterverfahren"

Görg versicherte abermals, dass sich "unverändert namhafte Interessenten" für den Kauf von Karstadt im Bieterverfahren befänden. Das "Handelsblatt" will erfahren haben, dass kein strategischer Investor mehr interessiert sei. Abermals wird dafür der Name Klaus Appelhoff gehandelt, der für ein Konsortium ausländischer Investoren sprechen würde.

Appelhoff sagte zu derhandel.de, dass er zwar nicht zu den offiziellen Kaufinteressenten gehöre, doch stark daran interessiert sei, dass Karstadt gerettet wird. Der Essener Unternehmensberater saß bis zum Jahr 2004 im Vorstand der Warenhauskette.

Diese Woche hat Görg auch bestätigt, dass sich die Vermieter an der Sanierung der insolventen Warenhauskette Karstadt beteiligen. Sowohl der Hauptvermieter Highstreet als auch der Oppenheim-Esch-Fonds hätten ihre Bereitschaft dazu signalisiert.

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Steffen Gerth
Geschrieben vonSteffen Gerth

Redakteur Der Handel und etailment

Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

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