
Karstadt-Vermieter lädt zu Gläubigertreffen ein
Anfang September wollen die Gläubiger des Karstadt-Vermieters Highstreet über die strittigen Mietsenkungen abstimmen. Das Bankenkonsortium will sich eine Hintertür offen lassen.
David WöllensteinRedakteurBeschlüsse sollen auch für alternative Investoren gelten
Sollten die Verhandlungen mit Berggruen scheitern, seien die Vereinbarungen auch für einen möglichen weiteren Investor gültig, ohne dass es wieder zu einem Gläubigertreffen kommen müsse, hieß es. Highstreet wolle damit eine schnelle Lösung sicherstellen, sagte ein Sprecher.
Der italienische Warenhaus-Betreiber Maurizio Borletti, der mit rund zwei Prozent an Highstreet beteiligt ist, hatte Ende Juli ein eigenes Angebot für Karstadt vorgelegt. Diesem Angebot hatte Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg unter Hinweis auf den bereits geschlossenen Kaufvertrag mit Berggruen jedoch keine Chance mehr eingeräumt.
Trotz einer Einigung in grundsätzlichen Fragen sind die Verhandlungen zwischen Berggruen und Highstreet immer noch nicht abgeschlossen. Die weiteren Bedingungen für die Bestätigung des Insolvenzplans seien bereits erfüllt, hatte das Essener Gericht am Dienstag festgestellt. Berggruen hatte den Kaufvertrag für Karstadt nur unter dem Vorbehalt unterschrieben, dass eine Einigung mit den Vermietern gelingt.
Käme es zu keiner Einigung, wäre der von Berggruen unterzeichnete Kaufvertrag ungültig, das Gericht könnte den Plan nicht annehmen. Dann würde dem Warenhausunternehmen die Zerschlagung drohen.
dpa
Lesen Sie hier eine Zusammenfassung der vergangenen 14 Monate des Karstadt-Dramas.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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