
Karstadt vor Rückkehr in die Tarifbindung
Zwei Verhandlungen verliefen ergebnislos, die dritte brachte den Durchbruch: Für Karstadt-Mitarbieter soll es bald wieder tarifliche Sicherheit geben. Freilich muss die Gewerkschaft noch eine "harte Nuss" knacken.
David WöllensteinRedakteurNeue Verhandlungsrunde im Januar
Bestandteil des Gesamtpakets werde sein, dass Karstadt die regionalen Tarifverträge des Einzelhandels wieder anwenden und damit in die Tarifbindung zurückkehren werde, schreibt Verdi. Derzeit legt Karstadt eine "Tarifpause" ein. "In der Frage der Rückkehrmodalitäten in die Lohn- und Gehaltstarifverträge sind wir allerdings noch weit auseinander - das wird noch eine harte Nuss. Klar ist aber, dass die noch zu treffende Regelung nicht einseitig zu Lasten der Beschäftigten gehen darf", so die Einschätzung von Peukes.
Im Zusammenhang mit den Verhandlungen über einen Zukunftssicherungs-Tarifvertrag sollen laut Verdi Regelungen zur Standort- und Beschäftigungssicherung ausgehandelt werden, die die Sicherung der bestehenden Arbeitsplätze in allen Unternehmen und Filialen klar im Fokus haben. "Dies ist einer der zentralen Bausteine, der die Zukunftsperspektive der Beschäftigten sichern soll", erläuterte der Gewerkschafter. Die Vertragsparteien haben sich auf eine Fortsetzung der Verhandlungen im Januar verständigt.
In den vergangenen vier Tagen hatten sich die Verdi-Tarifkommission von Karstadt und die Karstadt-Geschäftsführung in einer dritten Verhandlungsrunde in Frankfurt am Main getroffen. Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden im September und Oktober hatten die Karstadt-Beschäftigten durch bundesweite Streiks und Betriebsversammlungen auf ihre Lage aufmerksam gemacht.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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