
Karstadt will 120 Filialen weiter betreiben
Der Plan für die Zukunft des Warenhauskonzerns Karstadt steht: 120 Häuser sollen weiter betrieben werden. Insgesamt werden aber 10 Filialen geschlossen und 1.200 Arbeitsplätze gestrichen.
David WöllensteinRedakteur10 Standorte werden geschlossen
"In Celle, Dortmund, Hamburg, Hannover, Kiel, München und Recklinghausen werden wir die Warenhäuser verdichten", erläutert Rolf Weidmann, Beauftragter des Insolvenzverwalters für den Warenhausbereich.
Das heißt konkret: Einzelne Filialen in diesen Standorten mit mehreren Häusern werden bis zum 31. März 2010 geschlossen. Im Frühjahr 2010 werden zudem die Standorte Kaiserslautern, Ludwigsburg und Hanau aufgegeben. Insgesamt werden 1.200 der derzeit noch rund 26.200 Arbeitsplätze gestrichen.
Für diese Häuser, die teilweise bereits auf der Gläubigerversammlung von Karstadt am 10. November 2009 benannt worden waren, werden Gespräche über Interessenausgleich und Sozialplan mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen. Neben dem Angebot einer Transfergesellschaft wird dabei auch geprüft, ob Mitarbeiter eine neue Aufgabe finden.
Erlösung im Frühjahr?
"Auf Grundlage der heute bekannt gegebenen Entscheidungen werden wir nun einen Insolvenzplan ausarbeiten und aktiv den Investorenprozess aufgreifen", erklärte Weidmann. Beide Prozesse könnten im Frühjahr 2010 erfolgreich abgeschlossen sein. Die Gläubigerversammlung muss dem Insolvenzplan noch zustimmen.
"Unsere Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen sind in erster Linie am Ergebnis, nicht am Umsatz orientiert", betonte der Warenhaus-Beauftragte. Dabei bleiben die Premium-Häuser Alsterhaus, KaDeWe und Oberpollinger fester Bestandteil des Karstadt-Konzepts.
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Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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