Stellenabbau und Sanierungskosten hinterließen zuletzt tiefe Spuren in der Bilanz der Warenhauskette Karstadt. Doch ab Oktober will der Konzern die Früchte der Arbeit ernten.
Der Umsatz der 83 Warenhäuser sank in dem Geschäftsjahr, das am 30. September 2014 endete, um 2,7 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Der Umsatzrückgang fiel damit nach Unternehmensangaben "geringfügig höher" aus als vorhergesagt. Als Gründe nannte das Karstadt-Management schlechte Witterungsverhältnisse im Weihnachtsgeschäft und Werbekonzepte wie etwa die Show "Fashion Hero" auf Pro 7, die die Erwartungen verfehlten.
Kurzfristiges Ziel: Erreichen der Gewinnzone
Die Essener Warenhauskette kämpft seit Jahren mit roten Zahlen. Nach der Übernahme der Warenhauskette durch den österreichischen Immobilieninvestor René Benko im Sommer 2014 wurde die Sanierungsstrategie noch einmal verschärft. "Das oberste, kurzfristig umzusetzenden Ziel ist das Erreichen der Gewinnzone", heißt es dazu im Jahresabschluss.
Karstadt-Chef Stephan Fanderl zog kürzlich bereits eine positive Zwischenbilanz der Aufräumarbeiten. Karstadt sei in dem auf drei Jahre angelegten Sanierungsprozess schon unerwartet weit gekommen.
"Es sieht so aus, dass wir im ersten Jahr 50 Prozent der Wegstrecke schaffen, wenn nicht mehr", sagte Fanderl vor wenigen Wochen.
