
Karstadt will wieder investieren
Nach der Schließung von Filialen will der insolvente Warenhauskonzern Karstadt nun in die Offensive gehen - und plant Investitionen auf der Fläche. Vor allem zwei Standorte stehen im Fokus.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentDiese Verhandlungen werden derzeit mit Multi Development Germany intensiv weiter geführt. So soll das Haus in Mainz zu einem Einkaufszentrum mit Karstadt als Ankermieter umgebaut werden. Dies werde aber erst dann definitiv entschieden, "wenn Karstadt verkauft worden ist", so Schulz. Bisher gehören sowohl die Mainzer wie auch die Bielefelder Filiale zur Immobiliengesellschaft Highstreet.
"Die Bagger könnten anrollen"
Der Betriebsrat von Karstadt Mainz, Udo Feix, ist bereits voller Optimismus: "Es gibt bereits Etagenpläne, die Bagger könnten ganz schnell anrollen", sagte Feix der in Mainz erscheinenden "Allgemeinen Zeitung".
Der Mainzer Wirtschaftsdezernent Franz Ringhoffer sagte vor einiger Zeit, dass der Bauplan des Shoppingcenters an der Ludwigsstraße unter anderem eine Aufstockung des sechsstöckigen Seitenriegels um eine Etage vorsehe.
Am Standort Mainz arbeiten etwa 150 Beschäftigte, das Haus schreibe "tiefschwarze Zahlen und gehöre zu den ertragsreichsten Häusern in Deutschland", betont Feix.
Mit einer Werbeaktion sowie mit Rabatten versucht Karstadt derzeit, mehr Kunden in die Filialen zu locken. Dafür macht der angeschlagene Warenhausbetreiber sogar wieder TV-Werbung.
Mehr Infos über Karstadt
Klicken Sie hier für eine Reportage über mehr als 50 Karstadt-Filialen bundesweit. Auch in Mainz und Bielefeld war die Redaktion von Der Handel vor Ort.
Eine Bildergalerie mit über 50 Karstadt-Filialen in der Bundesrepublik finden Sie hier.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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