
"Karstadt wird zerschlagen"
Gerhard Weber glaubt nicht an eine Zukunft für den insolventen Warenhauskonzern. "Karstadt verschwindet, die Kunden bleiben", urteilt der Modeunternehmer in einem Zeitungsinterview.
David WöllensteinRedakteurLieferung nur mit Kreditversicherung
Zwar beliefere Gerry Weber noch die großen Karstadt-Häuser, im gleichen Satz betont der Vorstandsvorsitzende des börsennotierten Modehauses jedoch, dass "diese Lieferungen durch Kreditversicherungen abgesichert sind". Umsatzeinbußen befürchtet Weber nicht durch das Ende von Karstadt. Kaufhof und andere Händler seien schließlich an einigen der Karstadt-Standorte interessiert. "Karstadt verschwindet, die Kunden bleiben", so Weber gegenüber der SZ.
Gerhard Weber kündigt zudem in ein bis zwei Jahren eine eigene Herrenkollektion an und will zwei Drittel seiner rund 3.500 Handelskunden in den kommenden drei Jahren davon überzeugen, die Zusammenstellung ihres Sortiments in die Hände des Herstellers zu übergeben. "Vielen Händlern fällt es schwer, die Einkaufshoheit abzugeben. Aber wer es wagt, kann sich stärker auf den Verkauf konzentrieren", argumentiert der westfälische Modezar.
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Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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