
Arcandor-Insolvenzverfahren ist eröffnet
Für 21 Arcandor-Gesellschaften ist beim Essener Amtsgericht das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Vorstandschef Eick hat seinen Job beendet - begleitet von Kritik von Bundeskanzlerin Merkel.
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Für 21 Arcandor-Gesellschaften ist beim Essener Amtsgericht das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Vorstandschef Eick hat seinen Job beendet - begleitet von Kritik von Bundeskanzlerin Merkel.

Kurz vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die Arcandor AG sorgen die Managerabfindungen für hitzige Debatten. Unternehmens-Chef Eick rechtfertigt sich.

Gerhard Weber glaubt nicht an eine Zukunft für den insolventen Warenhauskonzern. "Karstadt verschwindet, die Kunden bleiben", urteilt der Modeunternehmer in einem Zeitungsinterview.

Aus der geplanten Fortführung des insolventen Handels- und Touristikkonzern wird offenbar nichts. Der Vorstand stellt die Suche nach einem Investor für die Arcandor AG ein.

Der Einfluss der Quelle-Erben bei Arcandor hat sich nach massiven Aktienverkäufen verringert. Der sogenannte Schickedanz-Pool wurde aufgelöst, die Familie hat keine Sperrminorität mehr.

Der insolvente Handelskonzern Arcandor spielt die Möglichkeit eines Verkaufs von einzelnen Konzernteilen durch. Verkaufsaufträge an Banken gibt es jedoch noch nicht.

Arcandor-Hauptaktionärin Madeleine Schickedanz erntete bissige Kommentare für ein Interview, in dem sie Verarmungsängste äußerte. Unterstützung erhielt sie aber vom Quelle-Betriebsrat.

Der Sanierungsexperte Horst Piepenburg legt sein Amt als Generalbevollmächtigter der insolventen Arcandor AG nieder. Der Großaktionär Sal. Oppenheim verweigere die notwendige Unterstützung.

Beim insolventen Arcandor-Konzern ist ein Streit um das Betriebsrentenvermögen ausgebrochen. Das Unternehmen stellte am Dienstag den 29. und 30. Insolvenzantrag.

Der Centerbetreiber Mfi AG zeigt sich an 20 Karstadt-Häusern interessiert. Sie sollen zu innerstädtischen Einkaufszentren umgebaut werden. Mfi ist freilich nicht der einzige Interessent.

Während der Geschäftsbetrieb der Arcandor-Tochter Karstadt bis zum Weihnachtsgeschäft gesichert ist, muss sich erst noch entscheiden, ob ein neuer Quelle-Katalog finanziert werden kann.

Die Privatbank Sal. Oppenheim hat ein erstes Paket von Arcandor-Aktien veräußert. Der Konzern hat unterdessen heute auch Insolvenzanträge für 15 Handelstöchter gestellt.