Kassenchip kommt nicht

Kassenchip kommt nicht

Der Fiskus wollte die Kasse der Händler mit einem Kontrollchip prüfen. Doch das Kabinett stoppte den Referentenentwurf.Applaus für das Aus ...

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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„Der Handel begrüßt den Verzicht auf die kostenträchtigen Regelungen zum Zugriff des Fiskus auf die Kassen der Unternehmen”, kommentiert Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), das Ende der Chip-Pläne.

Der Kassenchip wurde mit der vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf zur Änderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze begraben. „Die Politik hat damit ein wichtiges Signal für die Vermeidung neuer Bürokratie gesetzt”, meint Börner

Registrierkassen und Taxameter werden nicht umgerüstet

Der Entwurf sah ursprünglich neue technische Anforderungen zur aufwändigen und komplizierten Dokumentation der Buchung von Betriebseinnahmen durch Registrierkassen und Taxametern vor.

Kritikern zufolge hätten die neuen technischen Anforderungen vor allem die ehrlichen Unternehmen, die in ihr Unternehmen investieren, getroffen, während steuerunehrliche Unternehmen weitgehend ungeschoren davon gekommen wären.

„Steuerbetrug kann auch mit immer neuen Anforderungen nicht wirksam bekämpft werden”, ist Börner überzeugt. „Besser wäre ein Steuerrecht mit niedrigen Steuersätzen und einfachen Regelungen, das Steuerbetrug unattraktiv macht.” 

Die geplanten Kassen-Vorschriften hätten die Unternehmen nach Schätzungen des BGA-Präsidenten mit einem Milliardenbetrag belastet, weil mehr als eine Million Kassen umgerüstet oder ersetzt hätten werden müssen.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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