
Kaufhof-Chef warnt vor Verkauf einzelner Karstadt-Häuser
Für Arcandor beginnt eine neue Woche des Hoffens und Bangens. Der Konzern könnte doch noch eine Staatshilfe bekommen. Konkurrent Kaufhof warnt derweil vor dem Verkauf einzelner Filialen.
David WöllensteinRedakteurMerkel für schnelles Insolvenzverfahren
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich unterdessen für ein zügiges Insolvenzverfahren ein, damit die 43.000 betroffenen Beschäftigten bald Klarheit für ihre Zukunft haben.
„Die zuständigen Ministerien innerhalb der Bundesregierung werden ihre Hilfe - soweit das möglich ist - anbieten", sagte Merkel. Dabei gehe es auch um Stadterneuerungsprogramme und Hilfestellungen der Bundesagentur für Arbeit.
Metro erneuert Übernahmeangebot
Der Metro-Konzern erneuerte sein Übernahmeangebot für Arcandors Karstadt-Kaufhäuser. „Wir haben weiterhin Interesse, 60 der 90 Karstadt-Filialen zu übernehmen", sagte ein Metro-Sprecher in Düsseldorf.
Die Metro-Gruppe will die Kaufhof-Filialen mit den Karstadt-Häusern zusammenlegen. Kaufhof-Chef Lovro Mandac sagte der Zeitung „Bild am Sonntag": „Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Rettung der Karstadt- Warenhäuser eilbedürftig ist."
Gleichzeitig warnte Mandac vor einem „Verkauf von einzelnen Häusern oder kleinen Paketen von Standorten". Kaufhof habe ein profitables Warenhaus-System, in das die 60 Karstadt-Häuser ohne Verzug integriert werden könnten.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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