
Kik fürchtet sich nicht vor der Klage pakistanischer Arbeiter
Der Fall könnte Signalwirkung für die gesamte Textilbranche haben. Vier Pakistaner haben Kik wegen einer Brandkatastrophe in einem Werk in Karachi verklagt. Es geht um Schadenersatz.
David WöllensteinRedakteurVerdacht auf Brandstiftung
Speet betonte, mehrere Gutachten seien zu dem Ergebnis gekommen, dass das verheerende Feuer mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf Brandstiftung zurückzuführen sei. Möglicherweise sei es um Schutzgelderpressung gegangen. KiK habe nach der Katastrophe sofort eine Million Euro an Soforthilfe zur Verfügung gestellt und wolle auch weiter helfen. Doch wisse das Unternehmen bis heute nicht, an wen die erste Million gegangen sei. Die mit der Verteilung des Geldes beauftragte Organisation in Pakistan habe dem Unternehmen bisher keinen Einblick in ihre Unterlagen gegeben.
Es ist nach Auskunft des Deutschen Instituts für Menschenrechte die erste zivilrechtliche Klage dieser Art in Deutschland. Ob das Gericht sie annehmen wird, ist noch offen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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