Kik fürchtet sich nicht vor der Klage pakistanischer Arbeiter

Kik fürchtet sich nicht vor der Klage pakistanischer Arbeiter

Der Fall könnte Signalwirkung für die gesamte Textilbranche haben. Vier Pakistaner haben Kik wegen einer Brandkatastrophe in einem Werk in Karachi verklagt. Es geht um Schadenersatz.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Bei dem Großbrand in einer Textilfabrik in Karachi, die zu diesem Zeitpunkt überwiegend für KiK produzierte, waren im September 2012 mehr als 250 Menschen ums Leben gekommen. Vier Pakistaner hatten deshalb vor wenigen Tagen beim Landgericht Dortmund Schadenersatzklage gegen den Discounter eingereicht. Die Kläger werfen KiK vor, für die "katastrophalen Brandschutzvorkehrungen" in dem Fabrikgebäude mitverantwortlich zu sein.

Verdacht auf Brandstiftung

Speet betonte, mehrere Gutachten seien zu dem Ergebnis gekommen, dass das verheerende Feuer mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf Brandstiftung zurückzuführen sei. Möglicherweise sei es um Schutzgelderpressung gegangen. KiK habe nach der Katastrophe sofort eine Million Euro an Soforthilfe zur Verfügung gestellt und wolle auch weiter helfen. Doch wisse das Unternehmen bis heute nicht, an wen die erste Million gegangen sei. Die mit der Verteilung des Geldes beauftragte Organisation in Pakistan habe dem Unternehmen bisher keinen Einblick in ihre Unterlagen gegeben.

Es ist nach Auskunft des Deutschen Instituts für Menschenrechte die erste zivilrechtliche Klage dieser Art in Deutschland. Ob das Gericht sie annehmen wird, ist noch offen.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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