
Konsum treibt Wirtschaftswachstum
Das Ifo-Institut geht davon aus, dass die Wirtschaft 2016 besser wächst als noch im Sommer vermutet. Die Zahl der Erwerbstätigen wird steigen – die der Arbeitslosen jedoch auch.
Björn BöerChefredakteurMehr Erwerbstätige, mehr Arbeitslose
Die Zahl der Erwerbstätigen wird laut Ifo-Institut von 43,0 Millionen im laufenden auf 43,4 Millionen im kommenden Jahr und auf 43,6 Millionen 2017 steigen. Die Arbeitslosenquote wird aber gleichzeitig auch zunehmen, von 6,4 Prozent im laufenden Jahr über 6,4 Prozent auf 7,1 Prozent 2017. „Das ist eine Folge der Flüchtlingsmigration und des Mindestlohns“, sagte Sinn.
Neue Rekorde beim Staat
Die Inflationsrate dürfte von 0,3 Prozent in diesem auf 1,0 Prozent im nächsten Jahr und 1,5 Prozent in 2017 steigen. Die Ausgaben für die Flüchtlingen und die kleine Steuerreform schmelzen den Finanzierungsüberschuss des Staates ab. Er schrumpft von 31,4 Milliarden Euro im laufenden Jahr über 12,4 Milliarden im Jahr 2016 auf nur noch 0,1 Milliarden im Jahr 2017. Der Überschuss der Leistungsbilanz, also Waren, Dienstleistungen sowie Kapitaleinkünfte, wird von 260 Milliarden Euro in diesem Jahr über 268 Milliarden im Jahr 2016 auf 270 Milliarden Euro im Jahr 2017 zunehmen. Das sind jeweils neue Rekorde. Der Anteil des Überschusses an der Jahreswirtschaftsleistung sinkt aber dabei von 8,6 Prozent über 8,5 auf 8,3 Prozent 2017.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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