
Kreditkartennutzer fürchten Datenmissbrauch
Die Hälfte der deutschen Internetnutzer besitzt eine Kreditkarte. Doch nur jeder Zweite von ihnen setzt sie auch beim Online-Shopping ein. Grund für die Zurückhaltung ist meist die Angst vor dem Datenmissbrauch.
Betrugsfälle mit Daten nehmen zu
Laut Visa-Studie geht sogar rund ein Viertel aller Befragten davon aus, dass ihre vertraulichen Kartendaten bereits beim ersten Online-Einsatz der Karte unkontrolliert im Netz verstreut werden.
"Richtig ist jedoch, dass bei der Zahlungsabwicklung mit Kreditkarten die Daten nur zwischen Käufer, Händler und deren beiden Banken in einem geschützten und dauerhaft überwachten System ausgetauscht werden", erläutert die Kreditkartenorganisation Visa. "Daten können nur durch Betrugsfälle aus dem System gelangen. Um dies zu vermeiden, beobachten Kreditkartenorganisationen wie Visa Europe weltweit Zahlungstransaktionen rund um die Uhr".
Der Betrug mit Kreditkarten im Internet explodiert derzeit allerdings, warnen Fachleute. "Die Hälfte der Schäden aus Kartenmissbrauch stammt aus Card-Not-Present-Transaktionen, die aber nur fünf Prozent aller Kreditkartentransaktionen ausmachen", sagt ein Sicherheitsexperte, der nicht genannt werden möchte.
Neue Autorisierungsmechanismen
Die Kreditkartenorganisationen Mastercard und Visa hoffen den Betrug mit zusätzlichen Autorisierungsmechanismen für Online-Zahlungen wie "Verified by Visa" oder "Mastercard 3D Secure" einzudämmen.
Die Mehrheit aller Kreditkartennutzer weiß allerdings, dass der Kunde nicht auf den Betrugsschäden sitzen bleibt: Auf die Frage nach dem größten Nutzen der Kreditkartenzahlung nennen in der Visa-Studie 60 Prozent die Chargeback-Funktion, die Rückerstattung des Geldes im Betrugsfall. Nur eine Minderheit der Kreditkartenbesitzer befürcht, nicht gegen Kreditkartenbetrug abgesichert zu sein.