
Kritik von allen Seiten
Wirtschaftsverbände lehnten den jüngsten Koalitionskompromiss zur Erbschaftsteuer als nicht ausreichend ab. Die geplanten Steuervorteile für Firmenerben bleiben heftig umstritten.
Thomas RehmRedakteurDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) bemängelte jedoch, neben dieser Anhebung gebe es Verschlechterungen an anderer Stelle. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kritisierte, dass noch immer das Privatvermögen eines Unternehmenserben herangezogen werden solle. "Damit wird das vererbte Privatvermögen systemwidrig doppelt besteuert", beklagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer.
Nach Einschätzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) geht es den Kritikern aber gar nicht um die Arbeitsplätze. "Das ist lediglich ein schlechtes Feigenblatt, um die Schonung großer Vermögen zu kaschieren", sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. Die Linke warf der Koalition vor, sie sei vor den Firmenerben eingeknickt.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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