Zalando, Karstadt, Free Pants, Wanilla, Rakuten, Crowdup, Twice, Joop

Zalando, Karstadt, Free Pants, Wanilla, Rakuten, Crowdup, Twice, Joop

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 Zalando: 90 zusätzliche Spinde, 250 weitere Spinde wurden bestellt, größere Pausenräume, ergonomische Fußmatten, undundund: Zalando müht sich gerade im Unternehmensblog um eine detaillierte Auflistung der Verbesserung bei den Arbeitsbedingungen beim Logistikdienstleister DocData in Großbeeren. Ein Bericht bei ZDF Zoom hatte die Verhältnisse dort angeprangert und für weitreichende Empörung gesorgt. Gleichzeitig macht Zalando aber...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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Zalando 90 zusätzliche Spinde, 250 weitere Spinde wurden bestellt, größere Pausenräume, ergonomische Fußmatten, undundund: Zalando müht sich gerade im Unternehmensblog um eine detaillierte Auflistung der Verbesserung bei den Arbeitsbedingungen beim Logistikdienstleister DocData in Großbeeren. Ein Bericht bei ZDF Zoom hatte die Verhältnisse dort angeprangert und für weitreichende Empörung gesorgt. Gleichzeitig macht Zalando aber auch klar, wo keine Bewegung möglich ist: Lohnniveau, Sicherheitskontrollen undundund. Die einzelnen Punkte mag man unterschiedlich bewerten, aber wie Zalando hier kommuniziert ist sehr gut.

Schlüpfrige Werbung aus dem Webshop, Rakuten-Boss Mikitani sagt, wo es langgeht und Karstadt baut Mitarbeiter ab und setzt auf Click&Collect. Dies und mehr das nach dem Klick.

Karstadt:  Karstadt, dass sich gerade in einer jubelnden Pressemeldung ohne konkrete Belege aber mit viel Tamtam mit der Neuausrichtung "Karstadt 2015" auf dem richtigen Weg sieht, will ab Oktober einen Click&Collect Service anbieten. Kunden können dann online bestellen und die Ware in einer Filiale abholen oder zurückgeben. Was bedeuten muss, dass dort tatsächlich Leute bestellen, ohne beim Anblick des neuen Webshops einzuschlafen. Von wem man dann die Ware bekommt? Unklar. Karstadt kündigte die Entlassung von bis zu 3.000 Mitarbeitern an.

Zitat des Tages: “ Mein Geld ist hier doch viel geiler angelegt, als wenn 'ne Million auf dem Konto liegt."  Sina Trinkwalder, Manomama,  zeigt mit ihrem Beschäftigungskonzept, dass  Unternehmer nicht nur an Bilanzen, sondern auch an Menschen denken können

Free Pants: Verrückt oder genial: In Japan ist jetzt eine Website gestartet, die dem Kunden sieben Unterhosen pro Monat anbietet. Kostenlos. Einzige Voraussetzung: Man muss bereits sein, sich Werbung auf die Unterhose drucken zu lassen. Man soll aber wählen dürfen. Zielgruppe ist der Träger selbst. Der sieht seine Hose nämlich bis zu achtmal am Tag. (via)

Wanilla: Aus einem komischen Namen einen noch merkwürdigeren machen. Das ist Wanilla gelungen. Der Curated-Shopping-Club, bei dem Experten und Promis ihre Lieblingsprodukte weiterempfehlen, nennt sich nun BerryAvenue und will sich damit wertiger positionieren. Da denken womöglich einige der Investoren schon international: Unter anderem Michael Brehm (Ex-studiVZ), Stefan Glänzer (Passion Capital) sowie die DailyDeal-Gründer Fabian und Ferry Heilemann, sowie weitere Branchengrößen sind als Seed-Investoren an Bord.

Rakuten:  Vergleiche mit Amazon findet er unpassend, mit Händlern strebe man eine Partnerschaft an, Pinterst soll eine Hebel für eine umfassende Online-ID der Rakuten-Kunden sein. Hiroshi Mikitani, Mitgründer und CEO von Rakuten, erklärt im siebenminütigen Interview mit AllthingsD nichts wirklich neues, was nicht jeder gute Top-Manager so erzählt, macht das aber sehr eloquent.

Crowdup:  Quasi eine Art Groupon für Facebook möchte das Kölner Start-up Crowd-up werden. Group-Buying auf Facebook. Händler sollen ihre Produkte, Marken und Merchandising als Group-Deals direkt auf Facebook anbieten. Sobald genug User an einem Deal teilnehmen, kaufen alle das Produkt zu einem reduzierten Gruppenpreis. etailment hatte Crowdup im März bereits vorgestellt. Lob für das System kommt jetzt von FutureBiz: "Group Buying ist für Facebook ein durchaus gut geeignetes Verfahren und eignet sich besser, als ein klassischer Facebook Shop, der ein komplettes Produktsortiment widerspiegelt."

Twice: In einer Finanzierungsrunde hat Twice über 4 Millionen US-Dollar erhalten. Der Marktplatz verkauft Second-Hand-Mode an Frauen. Kundinnen können auch eigene Klamotten verkaufen. Investoren sind unter anderem IA Ventures, Felicis Ventures, Lerer Ventures, SV Angel, CrunchFund und High Line Venture Partner.

Joop:  Opulenter zeigt sich nach einem Relaunch der Onlineshop von Joop. Bei der Überarbeitung des Auftritts legte die Agentur Sinner Schrader Wert auf großflächige Kollektionsdarstellungen. Auch für Tablet-PCs hat Sinner Schrader den Shop konzipiert. Die Hamburger Digitalagentur betreut auch den E-Commerce-Etat für die Marken Strellson und Windsor der Holy Fashion Group. Joop, Strellson und Windsor teilen sich künftig viele Commerce-Prozesse und Backend-Lösungen. Der internationale Launch der gemeinsamen E-Commerce-Plattform soll bis Oktober abgeschlossen sein.

Zahl des Tages:  54 Milliarden Dollar im 2. Quartal oder plus 3,3 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten 2012. So entwickelten sich laut Comscore die E-Commerce-Ausgaben in den USA. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 15,3 Prozent. 

Lesetipp des Tages: Viel Unsin, viel Wahres, viel Buzzword-Leere, viel klare Ansage. So ziemlich die beste Liste aller Social Media-Regelwerke. Natürlich gecrowdsourct.Dananch brauchen Sie keine andere mehr.  

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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