
Leder läuft
Die neue Taschenmode Herbst/Winter wird vorgestellt: Die Fachwelt trifft sich auf der Lederwarenmesse "Winter Styles" in Offenbach.
Das vergangene Jahr ist für den deutschen Lederwarenfachhandel demnach ordentlich gelaufen: Der Fachhandel – es gibt rund 1.900 spezialisierte Läden in Deutschland – habe trotz eines rückläufigen Weihnachtsgeschäfts im Jahr 2008 den Umsatz des Vorjahres gehalten. Und das nach bereits guten Vorjahren.
Gute Lage, gute Geschäfte
Allerdings waren die Ergebnisse der einzelnen Geschäfte zum Teil höchst unterschiedlich: Vor allem Unternehmen in guten Lagen größerer Städte hätten überdurchschnittlich gut abgeschnitten, schreibt der BLE.
Das Marktvolumen für Lederwaren, zu denen auch Produkte wie Schirme, Gürtel und Handschuhe zählen, betrug Schätzungen zufolge 2008 rund 2,1 Milliarden Euro. Der Lederwarenfachhandel hat nach Angaben des Verbandes einen Marktanteil von rund 40 Prozent.
Warenhäuser haben demnach einen Marktanteil von 30 Prozent, der Textilfachhandel sowie "sonstige" Händler von rund 20 Prozent und die Versender etwa zehn Prozent. Die stärkste Warengruppe ist das Gepäck mit 30 Prozent, gefolgt von Damenhandtaschen mit 25 Prozent sowie Business/Schule und Kleinlederwaren mit jeweils zehn Prozent.
Die Struktur des Lederwarenfachhandels ist ausschließlich mittelständisch strukturiert. Bundesweit tätige Großunternehmen gibt es nicht.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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