
„Lehren aus der Finanzkrise ziehen"
Die Apothekengenossenschaft Noweda wächst trotz schwierigen Umfelds. Vorstandsvorsitzender Hollmann warnt vor einer Liberalisierung des Marktes.
David WöllensteinRedakteurDer Jahresüberschuss stieg überproportional zum Umsatz um 8,4 Prozent auf 13,2 Millionen. Dabei üben laut Hollmann Preissenkungen bei vielen Medikamenten und Direktlieferungen der Hersteller an die Apotheken unverändert Druck auf den Rohertrag aus. Produktivitätssteigerungen konnten diese Entwicklung jedoch mehr als ausgleichen.
Mit der Integration der im April 2008 übernommenen W. Kapferer KG ist rückt die Noweda jetzt nach eigenen Angaben auf den vierten Platz in der Rangliste der größten deutschen Pharmagroßhändlern vor.
Vergleich mit dem Finanzsektor
Angesichts der „desaströsen Konsequenzen der vollständigen Liberalisierung im Finanzsektor" appellierte Noweda-Chef Hollmann an die Politik, im Apothekenmarkt „nicht die gleichen Fehler zu wiederholen".
Die inhabergeführten Apotheken seien Garant für die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung, betonte Holllman: „Es gibt keine qualitativ bessere Distributionsform."

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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