
Mai wird zum Schicksalsmonat für Karstadt
Im Mai wird der Aufsichtsrat von Karstadt über die Zukunft des Unternehmens beraten. Zentraler Punkt ist dabei die Aufteilung des Warenhausbetreibers.
David WöllensteinRedakteurHintergrund sei ein Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz, der nach dem überraschenden Rückzug von Rewe-Chef Alain Caparros neu besetzt werden musste.
Nach dem Rücktritt von Caparros führt nun der langjährige Berggruen-Vertraute Jared Bluestein den Aufsichtsrat. Der Manager vertritt die Interessen der Berggruen-Holdings bereits seit mehr als 15 Jahren. Daneben wurde Berggruen-Finanzchef Thomas Crawford zum neuen Aufsichtsratsmitglied bestellt.
Gewerkschaft meldet Gesprächsbedarf an
Der neue Aufsichtsratschef wurde mit den Worten zitiert, er wolle "einen offenen und vertrauensvollen Dialog mit den Mitarbeitern initiieren und die enge Kooperation zwischen Management und Mitarbeitern fördern".
Ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi wies auf einen noch "bestehenden Gesprächsbedarf" bei der Umsetzung der geplanten Aufteilung hin. Es gehe unter anderem darum sicherzustellen, dass Karstadt als wirtschaftliche Einheit erhalte bleibe. Berggruen habe jedoch von Anfang an klar gemacht, dass er die Aufteilung wünsche.
Ziel der geplanten Aufteilung sei es, dass sich die Einheiten unabhängig voneinander entfalten könnten, sagte der Investor in einem Zeitungsinterview.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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