Marktplätze: Mobile Websites und Apps sind noch nicht selbstverständlich

Marktplätze: Mobile Websites und Apps sind noch nicht selbstverständlich

Einkaufen über Smartphones und Tablets ist längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Auch kleine Händler haben mittlerweile die Möglichkeit, ihre Kunden mobil zu erreichen - über Online-Marktplätze, die ihre Websites entsprechend optimiert haben und/oder mobile Apps anbieten. Welche Bedeutung der mobile Verkauf mittlerweile hat, verdeutlichen Zahlen von Ebay für das 1. Quartal. Danach ist das weltweite mobile Handels- und Zahlungsvolumen im Jahresvergleich um 70 Prozent auf insgesamt 11 Mil...

KJKlaus JankeRedakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Der japanische Marktplatzbetreiber Rakuten richtete im vergangenen eine mobile optimierte Website ein. In Deutschland kämen bereits 18 Prozent des Traffics über mobile Endgeräte, gab Rakuten Deutschland im vergangenen November bekannt. Rakuten hat sich zunächst für eine mobile Website und gegen eine App entschieden, weil damit eine Spezifizierung auf alle Endgeräte nicht notwendig ist. Von der optimierten Seite profitieren natürlich auch die angeschlossenen Händler, deren Shops ebenfalls für die mobile Nutzung angepasst sind.

„Wir sehen klare Veränderungen in der Art, wie Konsumenten mit Online-Händlern in Kontakt treten", so Christian Macht, CEO von Rakuten Deutschland. "Nur vier Jahre nach dem Aufkommen von Apples iPad sind Tablets auf dem Weg dazu, der wichtigste Zugang zum Online-Einkauf zu werden. Die größeren Displays von Tablets im Vergleich zu Smartphones legen nahe, dass ,größer' hier auch ,besser' ist – und dennoch versäumen viele Händler es, ihre Präsenz entsprechend zu optimieren." Er beobachte die Entwicklung, dass sich viele E-Commerce-Shopper zunächst auf dem Smartphone über Produkte informieren, tagsüber am Desktop weitere Details recherchieren, um dann abends am Tablet in Ruhe den Einkauf zu tätigen. Für den finalen Einkauf spielen Smartphones eine eher untergeordnete Rolle.

Zahlreiche Marktplätze bieten daher mittlerweile optimierte Websites sowohl für die Tablet- als auch die Smartphone-Nutzung an. Dazu gehören neben Ebay, Amazon und Rakuten unter anderem Yatego, Dawanda und Kleidoo. Aber es gibt auch große Anbieter, die noch zögern. Steuert man etwa über das iPhone die Plattform Meinpaket.de von DHL an, sieht man einfach nur eine Miniaturversion der Website. Eine nähere Information über die angebotenen Artikel ist nur möglich, wenn man das Bild größer zieht, was aber gleichzeitig die Orientierung auf der Seite erschwert. Ähnlich sieht es bei Hitmeister aus.

Verfügt ein Online-Marktplatz über mobil optimierte Websites und Apps, ist der angeschlossene Händler gut beraten, seine eigene Website ebenfalls entsprechend anzupassen. Sollte der Kunde vom Marktplatz aus direkt in den hauseigenen Shop wechseln, wirkt der Übergang andernfalls holprig.

Aber natürlich geht es nicht nur darum, den Käufern das mobile Shoppen so einfach wie möglich zu machen. Auch den Verkäufern greifen die Marktplatzbetreiber über mobile Tools unter die Arme. So hat Ebay in den USA gerade die mobile Version seiner Verkaufstools "Ebay Sell For Me" gelauncht. Die iOS-App nennt sich "Ebay Valet" und funktioniert sozusagen als "Diener" des Verkäufers. Dieser muss laut Techcrunch über die App nur noch ein Foto hochladen und einen beschreibenden Text zum Artikel eingeben. Den Rest erledigt das Tool von selbst: Der Verkäufer bekommt eine Spanne für den Verkaufspreis vorgeschlagen, der Artikel wird gelistet, und auf Wunsch erhält der Seller auch einen Versandaufkleber oder auch gleich eine vorfrankierte Box für den Versand des Artikels. Ebenfalls über die App kann er dann den weiteren Verkaufsprozess verfolgen. (ein Erklärvideo dazu gibt's hier).

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KJ
Geschrieben vonKlaus Janke

Redakteur

Klaus Janke ist freier Autor und Journalist mit dem Schwerpunkt Marketing und Medien. Daneben betreut er Corporate-Publishing-Projekte. Von 2000 bis 2008 arbeitete er für HORIZONT, zunächst als Ressortleiter Internet, dann als Ressortleiter Marketing. Davor war er unter anderem für die „WAZ“, für „Prinz“, seine eigene PR-Agentur und als Chefredakteur für das „Journal Frankfurt“ aktiv. Klaus Janke lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und bloggt unregelmäßig auch hier: www.jankesbuntewelt.com.

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