
Marktplatzhändler verkaufen gern über Ländergrenzen hinweg
94 Prozent der bei dem Marktplatzbetreiber Ebay in Deutschland aktiven gewerblichen Händler exportieren ins Ausland. Allerdings die meisten in die europäischen Nachbarländer.
Größe spielt online keine große Rolle
Die Größe der Unternehmen spielt der Studie zufolge in der digitalen Welt eine geringere Rolle als im traditionellen Handel. 2014 waren demnach im stationären Handel die oberen fünf Prozent aller Unternehmen nach Größe für 82 Prozent der Exporte verantwortlich. Im Onlinehandel haben die oberen fünf Prozent aller Unternehmen nach Größe im vergangenen Jahr 61 Prozent der Exporte ausgemacht.
Die gewerblichen Händler bei Ebay in Deutschland haben in 2014 insgesamt an Käufer in 208 Märkten versandt. Im Durchschnitt belieferten die exportierenden deutschen Onlinehändler je 14 Länder. Gewerbliche Händler in der gesamten Europäischen Union, die erst seit 2011 am Markt sind, erreichten mit ihren Lieferungen ins Ausland innerhalb eines Jahres einen Anteil von 14 Prozent am gesamten Exportmarkt. Im Vergleich dazu erreichen junge, traditionell handelnde Unternehmen innerhalb eines Jahres lediglich einen Anteil von 3 Prozent am gesamten Exportmarkt.
Mehr als 130.000 Onlinehändler mit einem über Ebay erworbenen Umsatz von jeweils mehr als 10.000 US-Dollar (gut 9.000 Euro) sind seit der Finanzkrise im Jahr 2011 neu auf den Marktplatz hinzugekommen. Sie repräsentieren demnach einen Umsatz in Höhe von fast 18,5 Milliarden Euro.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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