
Mehr Konzentration im Modehandel
Der Bekleidungsfachhandel ist weiter im Wandel: Die Großen wachsen, die kleinen Boutiquen machen dicht. Die mittleren Umsatzklassen können ihren Marktanteil halbwegs halten.
Die Unternehmen in den "mittleren" Umsatzklassen konnten ihren Marktanteil halbwegs halten.
Die Anteils-Verluste der kleinen und mittleren Modegeschäfte beruhen demnach größtenteils auf Geschäftsschließungen. Waren im Jahr 2001 noch 33.207 Unternehmen mit Nettoumsätzen bis fünf Millionen Euro am Markt vertreten, so ist ihre Zahl im Jahr 2007 laut BTE auf nur noch 26.098 gefallen. Das entspricht einem prozentualen Rückgang von 21,4 Prozent.
Zahl der Großunternehmen kaum verändert
Demgegenüber hat sich die Zahl der Großunternehmen kaum verändert. Die Umsatzsteuerstatistik wies für 2001 insgesamt 28 Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Nettoumsatz aus. Im Jahr 2007 waren es 29 Unternehmen.
Diese Größenklasse war auch die einzige, die von 2001 bis 2007 sowohl bei der Zahl als auch beim Gesamtumsatz (plus 11,3 Prozent) zugelegt hat. Dies ist umso bemerkenswerter, als der Gesamtnettoumsatz der Branche in dieser Zeit um 8,7 Prozent gefallen ist.
Allerdings bedeutet dies nicht, dass Großunternehmen generell erfolgreicher sind als kleine und mittlere Modegeschäfte, betont der BTE. In den vergangenen Jahren hat es zahlreiche Beispiele für sehr erfolgreiche Mittelständler gegeben, und auch einige größere Filialisten sind mangels Erfolg mittlerweile vom Markt verschwunden.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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