
Messe Frankfurt holt Wolfgang Marzin aus Leipzig
Der Messechef aus Leipzig löst Michael von Zitzewitz in Frankfurt ab. Die Stelle von Geschäftsführer Michael Peters fällt hingegen ganz weg.
Stabwechsel März 2010
Wolfgang Marzin, der sei April 2004 Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH ist, soll dem mit Ablauf des Monats März 2010 aus der Messe Frankfurt GmbH ausscheidenden Vorsitzenden der Messe-Frankfurt-Geschäftsführung Michael von Zitzewitz nachfolgen.
Eine Neubesetzung für die mit dem Ausscheiden von Dr. Michael Peters Ende Juni 2010 frei werdende Geschäftsführerposition in der Messe Frankfurt GmbH wird es hingegen nicht geben: Künftig werden nur drei Geschäftsführer die Messe Frankfurt GmbH leiten, sagte Petra Roth.
Leipziger verloren Computerspielmesse an Köln
Die Messe Frankfurt ist mit 440 Millionen Euro Umsatz das „weltweit größte Messeunternehmen mit eigenem Gelände“, wie die Hessen für sich selbst werben. Die Leipziger Messe hat im vergangenen Jahr einen Konzernumsatz von 80,2 Millionen Euro ausgewiesen und 26 Messen und Ausstellungen sowie 103 Kongresse organisiert.
Wolfgang Marzin musste allerdings kürzlich die seit 2002 in Leipzig stattfindende, publikumswirksame „GC – Games Convention“ ziehen lassen: In diesem Jahr fand die Messe rund um Video- und Computerspiele, die der Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) ausrichtet, in Köln unter dem Namen "Gamescom" statt.
Die Namensrechte für die Games Convention liegen bei der Messe Leipzig, die kurz vor der Kölner Veranstaltung trotzig die "Games Convention Online" veranstaltete. Doch mit mäßigem Erfolg: Während 245.000 Spieler den Weg nach Köln fanden, blieben der Leipziger Gegenveranstaltung nur 43.000 Besucher treu.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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