Messe Frankfurt mit Rekordumsatz

Messe Frankfurt mit Rekordumsatz

Messe Frankfurt erzielte den bisher höchsten Umsatz der Konzerngeschichte. Mit dem Bau einer neuen Veranstaltungshalle am Heimatstandort will sie Segment Tagungs- und Kongresswirtschaft punkten.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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"Wir erwarten mit rund 538 Millionen Euro einen neuen Rekordumsatz in unserer  Konzerngeschichte", sagte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, bei Vorlage der vorläufigen Kennzahlen für 2012. "Damit konnten wir unsere Planung damit um knapp 40 Millionen Euro und die Ergebnisse des Jahres 2011 um rund 15 Prozent übertreffen."

Neben dem Inlandsgeschäft war demnach auch das Auslandgeschäft 2012 wieder Wachstumtreiber für den Konzern. "Mit 169 Millionen Euro haben wir unser operatives Auslandsgeschäft um 28 Prozent noch einmal deutlich gegenüber dem bisherigen Spitzenjahr 2011 anheben können", so Marzin. Im Jahr 2012 organisierte die Messe Frankfurt 109 Messen, davon mehr als die Hälfte im Ausland.

An den Veranstaltungen beteiligten sich den Angaben zufolge rund 77.300 Aussteller und mehr als 2,9 Millionen Besucher. Im Ausland seien mit rund 33.000 Ausstellern und gut 1,2 Millionen Besuchern ebenfalls neue Höchstmarken erzielt worden. Von 68 Auslandsveranstaltungen gingen zwölf neue Messen an den Start, unter anderem in Russland, China und Indien.

Konzentration auf Frankfurt und Weltmärkte

"Wir haben 2012 unsere Position im internationalen Wettbewerb durch unsere Strategie mit der Konzentration auf Frankfurt und wesentliche Weltmärkte weiter ausgebaut“, ist Marzin überzeugt.

Die steigende Internationalität des Konzerns habe sich auf den Eigenveranstaltungen am Heimatstandort Frankfurt bemerkbar gemacht: Hier ist der Anteil internationaler Aussteller auf einen neuen Spitzenwert von rund 73 Prozent gestiegen. Auf Besucherseite sei mit rund 47 Prozent der sehr gute Wert von 2010 erneut erreicht worden.

Neben stabilen bis wachsenden konzerneigenen Veranstaltungen sorgten demnach auch neue Eigen- und Gastveranstaltungen für die steigende Auslastung des Heimatstandortes Frankfurt.

In Frankfurt fanden 2012 insgesamt 35 Messen und Fachausstellungen mit mehr als 41.800 Ausstellern und rund 1,6 Millionen Besuchern statt. Die Besucherzahl lag zwar unter der des Vorjahres – allerdings fand 2012 auch nicht die Internationale Automobilausstellung (IAA) für Pkw statt, weil sich die Automobilbranche nur alle zwei Jahre in Frankfurt trifft.

Neues Kongresszentrum in der Mainmetropole

Mit 76 größeren und mehrtägigen Kongressen und rund 112.000 Teilnehmern sei das Interesse auch im Veranstaltungssegement Tagungs- und Kongresswirtschaft ungebremst groß gewesen. Hier sieht die Messe Frankfurt großes Ausbaupotenzial. Mit dem in unmittelbarer Nähe zum Messegelände gelegenen "Kap Europa" sollen ab 2014
neue Kongresse und Themen gebunden werden, die bislang noch nicht in Frankfurt zu Gast waren.

"Kap Europa ruft bereits während der Bauphase beachtliches Interesse im Markt hervor, nicht zuletzt wegen seiner hervorstechenden Lage und seiner ökologischen Bauweise", berichtet Marzin von der neuen Kongresshalle, die derzeit unmittelbar neben dem Shoppingcenter "Skyline Plaza" gebaut wird und 2014 fertiggestellt sein soll.

Messe Frankfurt

Die Messe Frankfurt ist mit 538 Millionen Euro Umsatz und weltweit knapp 1.900 Mitarbeitern das größte deutsche Messeunternehmen. Der Konzern hat weltweit 28 Tochtergesellschaften und rund 50 internationale Vertriebspartner. Damit ist die Messe Frankfurt in mehr als 150 Ländern präsent.

Auf den 578.000 Quadratmetern Grundfläche der Messe Frankfurt stehen derzeit zehn Hallen und ein angeschlossenes Kongresszentrum. Das Unternehmen befindet sich in öffentlicher Hand, Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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