Metro bietet deutsche Markenprodukte bei Alibaba an

Metro bietet deutsche Markenprodukte bei Alibaba an

Der chinesischen Wirtschaftskrise zum Trotz baut die Metro ihr Engagement im Reich der Mitte aus. Mit der Onlineplattform Alibaba wurde eine Kooperation verabredet, die deutschen Herstellern gefallen könnte.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
Teilen
Insgesamt mehr als 100 Produkte aus den Warengruppen Molkerei, Lebensmittelkonserven, Kaffee, Schokolade und Kosmetik sollen den chinesischen Kunden künftig über den Alibaba-Handelsplatz Tmall angeboten werden. Dafür wurde ein länderübergreifender Webshop gegründet, teilt Metro mit. Dort können Chinesen deutsche Produkte kaufen.

Es sei zudem geplant, das Sortiment um weitere Lebensmittelartikel der Metro-Großmärkte sowie Non-Food-Produkte der SB-Warenhaustochter Real zu erweitern.

Produkte werden in der Freihandelszone gelagert

Um eine schnelle Lieferung zu ermöglichen, sollen die Produkte bereits im Voraus aus Europa nach China transportiert und in der Shanghaier Freihandelszone gelagert werden. Chinesische Kunden könnten dann von dort aus beliefert werden und so von einer von Alibaba durchgeführten schnellen Zollabfertigung profitieren. Beide Unternehmen prüften zudem weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit, wie etwa Lieferkettenoptimierung, Marktkenntnisse durch Nutzung von Big Data sowie den globalen Einkauf "von Qualitätsprodukten in verschiedenen Warengruppen", hieß es weiter.

Die Kooperation soll europäischen Markenherstellern helfen, schneller in China zu expandieren, sagte Daniel Zhang, Chef von Alibaba.

Metro betreibt in China bereits mehr als 80 Großhandelsmärkte. Doch die Wirtschaft im Reich der Mitte ist in Turbulenzen. Das Wachstum ist so langsam wie seit 1990 nicht mehr. Das offiziell erwartete Wachstum für dieses Jahr von sieben Prozent enttäuscht die Erwartungen. Und es reiht sich eine Hiobsbotschaft an die nächste: Erst brachen die Kurse an den chinesischen Aktienmärkten ein, dann die Exporte. Die Industrieproduktion lahmt, und die Umsätze im Einzelhandel sind schwächer als erwartet.

Teilen
Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.