Der von den Medien angezählte Metro-Chef Eckhard Cordes denkt überhaupt nicht daran, seinen Vorstandsposten vorzeitig zu räumen. Er will die angefangene Arbeit zu Ende bringen, zeigt sich aber auch selbstkritisch.
Entscheidung im November erwartet
Nach dpa-Informationen aus Kreisen der Eigentümer soll die Führungskrise bei Deutschlands größtem Handelskonzern rasch beendet werden.
In Kreisen der Eigentümer werde bereits eine Entscheidung über den Vorstandsvorsitz in den kommenden Tagen für möglich gehalten, hieß es am Mittwoch dieser Woche. Dem "Handelsblatt" zufolge soll eine Entscheidung auf der Sitzung des Kontrollgremiums am 2. November fallen.
Der von seinen Kritikern wegen einiger nach wie vor ungelöster strategischer Fragen und seines ruppigen Führungsstils angegriffene Cordes gestand gegenüber dem "Handelsblatt" auch Fehler ein. Er habe Metro vom Kopf auf die Füße gestellt und dabei unterschätzt, "wie groß der Kulturwandel ist, den wir angestoßen haben".
Damit habe er sich nicht nur Freunde gemacht. Zudem habe er seine Ideen zur Zukunft der Tochter Kaufhof schlecht kommuniziert. "Ich habe zu früh, 2007 - also vor der ersten großen Finanzkrise -, einen möglichen Verkauf in Aussicht gestellt", sagte er.
