Metro-Chef Cordes will kämpfen

Metro-Chef Cordes will kämpfen

Der von den Medien angezählte Metro-Chef Eckhard Cordes denkt überhaupt nicht daran, seinen Vorstandsposten vorzeitig zu räumen. Er will die angefangene Arbeit zu Ende bringen, zeigt sich aber auch selbstkritisch.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Auch in den Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung gibt der frühere Daimler-Manager sich optimistisch. "Die von mir angestoßenen Veränderungsprogramme bei Metro sind noch nicht abgeschlossen. Und deshalb fühle mich in der Verpflichtung, diesen Wandel weiter zu gestalten."

Entscheidung im November erwartet

Nach dpa-Informationen aus Kreisen der Eigentümer soll die Führungskrise bei Deutschlands größtem Handelskonzern rasch beendet werden.

In Kreisen der Eigentümer werde bereits eine Entscheidung über den Vorstandsvorsitz in den kommenden Tagen für möglich gehalten, hieß es am Mittwoch dieser Woche. Dem "Handelsblatt" zufolge soll eine Entscheidung auf der Sitzung des Kontrollgremiums am 2. November fallen.

Der von seinen Kritikern wegen einiger nach wie vor ungelöster strategischer Fragen und seines ruppigen Führungsstils angegriffene Cordes gestand gegenüber dem "Handelsblatt" auch Fehler ein. Er habe Metro vom Kopf auf die Füße gestellt und dabei unterschätzt, "wie groß der Kulturwandel ist, den wir angestoßen haben".

Damit habe er sich nicht nur Freunde gemacht. Zudem habe er seine Ideen zur Zukunft der Tochter Kaufhof schlecht kommuniziert. "Ich habe zu früh, 2007 - also vor der ersten großen Finanzkrise -, einen möglichen Verkauf in Aussicht gestellt", sagte er.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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