Metro-Chef redet von geringerer Kauflust - Aktie gibt nach

Metro-Chef redet von geringerer Kauflust - Aktie gibt nach

2 Min.Aktualisiert am
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Nach Äußerungen von Metro-Chef Olaf Koch über Auswirkungen der Euro-Krise auf die Kauflust der Deutschen geriet die Aktie des Handelskonzerns unter Druck. Analysten sehen die Gewinnziele in Gefahr.

"Die Euro-Krise verdirbt den Deutschen die Kauflust", hatte zuvor Konzernchef Koch im Interview mit der "Bild am Sonntag" erklärt. Metro rechne beim Konsum in diesem Jahr bestenfalls noch mit einem kleinen Plus. "Das hat deutliche Auswirkungen auf unser Geschäft", betonte Koch.

Zur schwachen Entwicklung der Metro-Aktie und einem drohenden Abstieg aus dem Leitindex Dax betonte er in dem Interview: "Das wäre ganz sicher nicht schön, aber das Leben geht weiter. Der Aktienkurs würde dann vermutlich weiter sinken. Aber wir würden an unserer Restrukturierungsstrategie festhalten".

Skeptische Finanzanalysten

Ein Aktienhändler sagte dazu gegenüber dpa: "Das ist nicht unbedingt ein Interview, das man als besonders optimistisch bezeichnen würde." Derzeit gingen die Analysten im Schnitt für das laufende Jahr von einem nahezu unveränderten Umsatz aus. Insgesamt bewertete er die Aussagen eher negativ.

Laut Commerzbank-Analyst Jürgen Elfers könnten einige Marktteilnehmer Kochs Prognosen zur Entwicklung der deutschen Handelsumsätze als Hinweis interpretieren, dass die Metro das Gewinnziel 2012 mit Bekanntgabe der Halbjahreszahlen über Bord wirft. Derzeit sei die Berechenbarkeit der Ergebnistrends "sehr gering".

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