Metro-Ergebnis beflügelt Haniel

Metro-Ergebnis beflügelt Haniel

Der Duisburger Familienkonzern Haniel verzeichnet einen kräftigen Gewinnanstieg und sucht nach vielversprechenden Beteiligungsmöglichkeiten. Das satte Plus ist nicht zuletzt der Metro zu verdanken.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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"Als strategischer Vorteil erwies sich erneut unser diversifiziertes Portfolio mit Geschäftsmodellen, die unterschiedlich stark und schnell auf konjunkturelle Entwicklungen reagieren", erläuterte Haniel-Vorstandsvorsitzender Professor Dr. Jürgen Kluge am Montag in Duisburg bei Bekanntgabe der Zahlen.

An die über 600 Gesellschafter des Familienunternehmens seien wie im Vorjahr wieder rund 60 Millionen Euro ausgeschüttet worden, sagte Kluge. Bei der Ausschüttung setzte das Unternehmen damit auf Kontinuität.

Interesse an Zukäufen

Im laufenden Jahr werde Haniel nach Zukäufen Ausschau halten, kündigte der Vorstandschef an. "Wir sind auf der Suche nach kleinen Perlen." Dabei werde es sich um kleinere Unternehmen in zukunftsträchtigen Branchen handeln. Einer möglichen Erhöhung der Verschuldung durch größere Zukäufe erteilte er jedoch eine Absage.

Der Haniel-Konzern ist derzeit mit rund 5,1 Milliarden Euro hoch verschuldet. Im vergangenen Jahr waren die Nettofinanzverbindlichkeiten lediglich um rund drei Prozent abgebaut worden.

Metro-Ergebnis und gute Konjunktur für Zuwachs verantwortlich

Neben dem Rückenwind aus der guten Konjunktur machte der Vorstandschef unter anderem die deutliche Verbesserung des Metro-Ergebnisses für das kräftige Ergebnisplus verantwortlich.

Haniel zählt mit einem Anteil von 34,24 Prozent zu den Großaktionären des Düsseldorfer Handelskonzerns. Einschließlich des Verkaufs von Immobilien kann das Familienunternehmen für 2010 mit einem Ergebnis aus der Metro-Beteiligung von 292 Millionen Euro rechnen. Daneben ist Haniel in den Bereichen Pharmahandel (Celesio), Rohstoff-Recycling (ELG), Büroausstattung (TAKKT) und Waschraumhygiene (CWS-Boco) aktiv.

"Analysieren und planen, das waren für Haniel im vergangenen Jahr die Aufgaben. 2011 wird das Jahr der Umsetzung sein", sagte Kluge. „Ziel ist es, das Haniel-Portfolio stärker auszubalancieren. Wir streben eine ausgewogene Mischung aus kleineren und größeren Unternehmen an, aus solchen, die vollständig in unserem Besitz sind oder an der Börse notieren."

dpa, DH

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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