
Metro streicht die Dividende
Erstmals in ihrer Geschichte will die Metro ihren Aktionären keine Dividende ausschütten. In den ersten neun Monaten des Jahres schrieb Deutschlands größter Handelskonzern rote Zahlen.
Thomas RehmRedakteurSpuren im Zahlenwerk hinterließen aber auch das weiterhin schwierige wirtschaftliche Umfeld in vielen Teilen Europas, ungünstige Wechselkursschwankungen und der Verkauf des Osteuropa-Geschäfts der Lebensmittelkette Real. Die Folge: Der Umsatz des Handelsriesen sank um 2,2 Prozent auf 46,3 Milliarden Euro.
Metro-Chef Koch will das Unternehmen auf Wachstum trimmen
Konzernchef Olaf Koch, der die Metro wieder stärker auf Wachstum trimmen will, zeigte sich dennoch mit der Entwicklung des Konzerns zufrieden. Die Metro AG sei in den vergangenen neun Monaten "sehr gut vorangekommen", schrieb er in einem Brief an die Aktionäre. In vielen Ländern habe der Konzern seine Marktanteile ausgebaut. Zur Metro AG gehören neben den gleichnamigen Großmärkten auch die Elektronikketten Media Markt und Saturn, die Real-Supermärkte und die Kaufhof-Warenhäuser.
Einzig die Metro-Großmärkte schrieben in den neun Monaten des Geschäftsjahres 2013 schwarze Zahlen. Real und Kaufhof konnten ihre Verluste immerhin im Vorjahresvergleich reduzieren. Bei Media Markt und Saturn fielen sie dagegen mit 33 Millionen Euro gut fünf Mal so hoch aus wie im Vorjahr. Schuld daran waren nicht zuletzt Preissenkungen, mit denen die Elektronikketten gegenüber der Online-Konkurrenz wettbewerbsfähiger werden wollten.
Für das Geschäftsjahr 2013/2014 rechnet der Konzern - bereinigt um Portfolioveränderungen und Währungseinflüsse - wieder mit einem leichten Umsatzplus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern vor Sonderfaktoren soll "spürbar" über dem bereinigten Vorjahreswert liegen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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