
Mfi an Karstadt-Standorten interessiert
Der Centerbetreiber Mfi AG zeigt sich an 20 Karstadt-Häusern interessiert. Sie sollen zu innerstädtischen Einkaufszentren umgebaut werden. Mfi ist freilich nicht der einzige Interessent.
Mfi als einer von vielen Interessenten
Der Shoppingcenter-Entwickler aus Essen hat nach eigenem Bekunden alle 91 Standorte analysiert und will sich nun 20 Rosinen aus dem Portfolio herauspicken. Die Warenhäuser sollen nach den Vorstellungen von Böning zu innerstädtischen Shopping-Centern umgebaut werden. Die Metro Group dagegen will 60 Karstadt-Häuser zur Gründung einer Deutschen Warenhaus AG übernehmen.
Überraschend ist das Interesse der Mfi an den besten Karstadt-Standorten freilich nicht. "Jeder Projektentwickler ist an den Warenhausstandorten interessiert", sagte Mfi-Vorstand Dr. Christof Glatzel bereits vor Monaten in einem Pressegespräch.
"Auslaufmodell Warenhaus durch Shoppingcenter ersetzten"
Auch andere Center-Entwickler haben ihr Interesse an einzelnen Standorten bereits bekundet. Der Markführer ECE betreibt in Deutschland zehn Center, in denen Karstadt beheimatet oder Nachbar ist. Man sei in erster Linie an dem Erhalt des Geschäftsbetriebs interessiert, werde eventuell aber auch Standorte zukaufen, erklärte ein ECE-Sprecher gegenüber der Immobilien-Zeitung.
Das portugiesische Unternehmen Sonae Sierra ist ebenfalls grundsätzlich an einigen Karstadt-Häusern interessiert: "Das Auslaufmodell Warenhaus muss dort durch das Zukunftskonzept Shoppingcenter er setzt werden", sagte Thomas Binder, Deutschlandchsef von Sonae Sierra, im Interview mit Der Handel (05/09).
"Das ist eine Aufgabe, die Entwickler in den nächsten 10 oder 15 Jahren noch beschäftigen wird", betonte Binder. "Wir haben für drei Karstadt-Standorte - etwa in Kiel - Gebote ab gegeben und prüfen zwei bis maximal vier weitere Objekte". Sonae Sierra ist in Deutschland unter anderem mit dem Alexa in Berlin und demnächst bei Darmstadt mit dem Loop 5 vetreten.