
Middelhoff will Schadenersatz vom Arcandor-Insolvenzverwalter
Der ehemalige Arcandor-Chef Thomas Middelhoff bereitet eine Schadenersatzklage gegen Insolvenzverwalter Görg vor. An diesem Mittwoch beginnt erst einmal der Prozess gegen ihn.
David WöllensteinRedakteurDieser Schaden sei Arcandor unter anderem durch Immobiliengeschäfte mit den Esch-Oppenheim-Fonds entstanden, lautet der Vorwurf.
Vorwürfe an die Adresse des Insolvenzverwalters
Der "Bild"-Zeitung zufolge sagte Middelhoff zu seiner zweiten Gegenklage gegen Görg: "Er hat gegen die prozessualen Wahrheitspflichten verstoßen und wird sich dafür zur Verantwortung ziehen lassen müssen. Ebenso übrigens für den wirtschaftlichen Schaden, der mir durch sein Handeln entstanden ist."
Der Ex-Manager wies gegenüber der Zeitung vor allem die Beschuldigungen wegen seines "Führungsstils nach Gutsherrenart" zurück, wie es Görg ausgedrückt habe.
Klagen über Klagen
Seit der Arcandor-Pleite wird Middelhoff mit Klagen überhäuft. Im Zusammenhang mit dem Konzern-Zusammenbruch ermittelt die Staatsanwaltschaft aber auch gegen Oppenheim Esch.
Jüngst hat außerdem die Quelle-Erbin und Arcandor-Investorin Madeleine Schickedanz eine Schadenersatzklage gegen Vermögensberater Josef Esch angekündigt. Der wiederum hat eine Mitschuld an deren Millionen-Verlusten bei Arcandor zurückgewiesen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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