Mit der App nicht nur kleine Brötchen backen

Mit der App nicht nur kleine Brötchen backen

Braucht ein Händler, erst recht ein stationärer Anbieter, eine App?. Ja, sagt Gerd Hofrichter, Sprecher von Junge Die Bäckerei. Der regionale Anbieter setzt ganz bewusst auf die App. Für reine Informationssuche reicht eine gut gestaltete mobile Webseite zwar aus, doch um sich dem Kunden origineller zu präsentieren, sind Funktionen wie Augmented Reality oder geobasierte Dienste sinnvoll. Gerade auch, um die "jungen Mobilen" anzusprechen, sagt Hofrichter im Interview.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Braucht ein Händler, erst recht ein stationärer Anbieter, eine App?. Ja, sagt Gerd Hofrichter, Sprecher von Junge Die Bäckerei. Der regionale Anbieter setzt ganz bewusst auf die App. Für reine Informationssuche reicht eine gut gestaltete mobile Webseite zwar aus, doch um sich dem Kunden origineller zu präsentieren, sind Funktionen wie Augmented Reality oder geobasierte Dienste sinnvoll. Gerade auch, um die "jungen Mobilen" anzusprechen, sagt Hofrichter im Interview.


Was bringt eine App auf dem Smartphone?

Gerd Hofrichter: Mittlerweile sind Smartphones ständige Begleiter im Alltag geworden. Mit einer App hat man ständigen Zugriff auf Inhalte auch außerhalb der Öffnungszeiten der Geschäfte, um sich schnell und einfach über Produkte, Inhaltsstoffe und Aktionen zu informieren. Anbieter können dank der App ständig präsent sein, auch wenn der Kunde gerade nicht im Geschäft ist. Dadurch erweitert er seine Präsenz und begleitet den Kunden bei seinem Alltag, unabhängig von Zeit und Ort des Abrufs. Denn gerade in der heutigen flexiblen Arbeitswelt mit langen Arbeitszeiten ist es dem Kunden so jederzeit möglich, an Informationen zu gelangen. Wer also hier mit einer ansprechenden App auf dem Display präsent ist, bringt sich häufiger in Erinnerung.

Reicht da nicht auch eine mobil optimierte Website?

Für die reine Informationssuche reicht eine mobile Website durchaus aus. Um sich dem Kunden noch frischer und origineller darzustellen, sind native Funktionen des Smartphones jedoch besser geeignet. Funktionen, wie Augmented Reality oder geobasierte Dienste, sind auf die Hardware des Smartphones angewiesen und über „normale” mobile Webseiten schlecht möglich.

Welchen Sinn haben Mobile Couponing und ortsbasierte Dienste (Location-Based-Services)?

Hofrichter: Der Kunde steht heute vor einer immer größeren Auswahl an lokalen Angeboten, egal ob Bäcker, Restaurant oder Friseur. Mit Location-Based-Services kann man einen nicht dort vertretenen Mitbewerber um eine Handylänge voraus sein.

Die Kunden wissen doch, wo die Bäckerei ist, die müssen diese doch nicht mobil finden?

Hofrichter
: Diese Aussage ist für Stammkunden eines Geschäftes sicherlich nicht falsch. Allerdings entgeht dem Bäcker so der komplette Kundenkreis „der jungen Mobilen”. Gerade die Anwesenheit der allgegenwärtigen Smartphones entspricht der Visitenkarte im Portemonnaie.
Welchen Nutzwert muss eine App bieten?

Hofrichter: Der Nutzwert orientiert sich immer an den Bedürfnissen der Kunden. Für uns ist es wichtig, Informationen über Produkte, Inhaltsstoffe und das Geschäft in der Nähe an die Hand geben zu können.

Das Interview ist dem Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing" entnommen. Es beschreibt Einsteigern leicht verständlich, wie sie mit schmalem Budget die Chancen des Online-Marketings nutzen können. Das Buch erscheint im Deutscher Fachverlag, Frankfurt, zu dem auch etailment gehört. Autor ist Olaf Kolbrück.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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