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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.
Thomas RehmRedakteurHANDEL NATIONAL
Händler haften auch für Werbefotos des Lieferanten
Online-Händler dürfen sich beim Einsatz fremder Werbefotos nicht auf Zusicherungen ihrer Lieferanten verlassen, urteilte das OLG Celle laut Tarnkappe.info. Wer fremde Bilder wirtschaftlich nutze, müsse die gesamte Rechtekette selbst prüfen. Im Streit um vier Fotos von Parkettböden sprach das Gericht deswegen dem Fotografen 857,12 Euro zu. Das habe Konsequenzen für die ganze Digitalwirtschaft, denn die Entscheidung betreffe ebenso Stockbilder, Agenturmaterial und KI-Inhalte.Aus für GoGreen: Kompensation ist nicht grün genug
DHL stellt seinen Klimaschutz-Service GoGreen zum 31. August ein, berichtet Haendlerbund.de. Auslöser seien neue EU-Vorschriften gegen Greenwashing, die ab September strengere Maßstäbe im Wettbewerbsrecht setzten. Künftig genüge die Kompensation über externe Klimaschutzprojekte nicht mehr. Standard werde nun GoGreen Plus, das stattdessen auf direkte Reduktion im eigenen Netz setze. Händler, die das alte Logo auf Verpackungen oder in E-Mails führten, müssten bis September umstellen.
E-Rechnungen: Nur jedes vierte Unternehmen bereit für E-Rechnungspflicht
In sieben Monaten wird es ernst: Ab 2027 gilt die gesetzliche Pflicht, Rechnungen elektronisch zu versenden – zumindest für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Umsatz. Doch bislang haben nur zwei von drei deutschen Unternehmen überhaupt einmal eine E-Rechnung versendet, wie ein aktuelle Umfrage von YouGov zeigt. Mehr lesen
Verbraucherstimmung hellt sich ganz leicht auf
Die Verbraucherstimmung in Deutschland hellt sich im Juni erstmals seit Februar etwas auf, so das HDE-Konsumbarometer. Der Irankrieg und steigende Preise drückten allerdings weiter auf die Laune. Die Anschaffungsneigung habe sich nur minimal verbessert und liege immer noch deutlich unter dem Vorjahr; die Konjunkturerwartung sei so trüb wie zuletzt Anfang 2023. Trotzdem sei eine zarte Verschiebung vom Sparen zum Konsum auszumachen.
Online-Handel sackt im April ab
Der Internet- und Versandhandel schrumpfte im April gegenüber dem Vormonat real um 4,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Nominal habe das Minus 4,5 Prozent betragen. Im Vergleich zum April 2025 sei der Umsatz real um 0,4 Prozent und nominal um 1,1 Prozent gewachsen. Der gesamte Einzelhandel habe real 0,3 Prozent zum März verloren, nominal aber 0,3 Prozent zugelegt.
HANDEL INTERNATIONAL
Tiktok Shop wächst auf zehn europäische Märkte
Tiktok Shop startet am 15. Juni in Österreich, Belgien, den Niederlanden und Polen, meldet Ecommercenews.eu. Damit wachse die Plattform auf zehn europäische Märkte; Verkäufer könnten sich bereits registrieren. Bald folge das Feature „Sell Across Europe“: Händler könnten dann über eine einzige Anmeldung in allen zehn Märkten verkaufen. In Deutschland habe es Tiktok Shop in 15 Monaten auf Platz 15 der größten Online-Händler geschafft.
Walmart weitet in den USA seine 30-Minuten-Lieferung auf 33 Metropolregionen aus, meldet Retail-News.de. Kunden könnten aus über 100.000 Artikeln wählen; Walmart+-Mitglieder zahlten zehn Dollar pro Bestellung. Die ultraschnellen Lieferungen, ermöglicht durch das dichte Filialnetz, werden nach Entfernung, Fahrerverfügbarkeit und Warenkorbgröße algorithmisch gesteuert. Die Option verändere bereits das Kaufverhalten bei Tiernahrung, Erkältungsmedikamenten, Batterien, Partyzubehör oder schlicht fehlenden Zutaten fürs Kochen.
Apple bindet bei JD.com 100 Mio. chinesische Nutzer
Mehr als 100 Mio. Nutzer folgen inzwischen dem offiziellen Apple-Flagship-Store auf der chinesischen Plattform JD.com, berichtet Retail-News.de. Die Partnerschaft reiche bis 2015 zurück und verzahne heute Online- und Offline-Handel: So liefere „JD Now“ online ausgewählte Apple-Produkte in Minuten, aber sie seien ebenso in den 4.500 „JD-Ehome“-Elektronikläden zu kaufen, inklusive Beratung und Wartung. Auch hätten sich die Inzahlungnahmen alter Apple-Geräte seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt.
Sportsshoes.com holt sich Yeti ins Sortiment
Sportsshoes.com holt sich Taschen, Kühlboxen und vakuumisolierte Trinkflaschen der texanischen Outdoor-Marke Yeti ins Online-Regal, meldet Drapersonline.com. Der britische Online-Händler habe zuletzt einen Rekordumsatz von 93,3 Mio. Pfund erzielt und führe über 15.000 Produkte von 150 Marken.
Frauen in Indien shoppen länger
In Indien verbringen Städter zwischen 18 und 24 Jahren täglich mehr als zwei Stunden in sozialen Medien, berichtet Thehindubusinessline.com. Den eigentlichen Takt im E-Commerce gäben die Frauen vor: In der gleichen Altersgruppe widmeten sie Shopping-Apps 47 Prozent mehr Zeit als Männer, auch bei Blinkit, Meesho und Myntra stellten sie überall die Mehrheit. Wer in Indien E-Commerce-Kampagnen ohne die weibliche Zielgruppe im Hinterkopf plane, ziele daneben.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Online-Werbung: Lieber groß als häufig
Werbeformat, Gestaltung und Qualität des Umfelds prägen die Wirkung von Online-Werbung stärker als bloße Häufigkeit, so eine Studie des Online-Vermarkterkreises im BVDW. 70 Prozent der Befragten würden Werbung als notwendige Finanzierung digitaler Inhalte akzeptieren, aber 71 Prozent lehnten ungekennzeichnete Anzeigen ab. Fast drei Viertel bevorzugten wenige, aber große Banner. Kreative „High Impact Formate“ blieben länger im Gedächtnis und stärkten das Markenvertrauen, während unseriöse Werbung für 78 Prozent dem Ansehen des Angebots schade.
Künstliche Intelligenz entwertet eine ganze Generation von US-Startups, die vor ChatGPT entstanden, berichtet CNBC.com. Von 857 Unicorns habe knapp die Hälfte seit drei Jahren kein frisches Kapital erhalten, über 220 hätten ihren Milliardenstatus verloren. Wer zuletzt 2021 Geld eingesammelt habe, sei heute im Schnitt 68 Prozent weniger wert. Am härtesten treffe es Enterprise-SaaS-Anbieter wie Calendly, doch auch bekannte Startups wie Glossier, Rothy’s, AG1 und Seatgeek zählten zu den gefallenen Einhörnern.
Drei Viertel wollen schnellere Digitalisierung
Knapp drei Viertel der Deutschen wünschen sich mehr Tempo bei der Digitalisierung, so eine Bitkom-Umfrage. 46 Prozent gehe sie viel zu langsam, nur noch 13 Prozent empfänden sie als zu schnell, zehn Prozent hielten das Tempo für genau richtig. Zugleich sorgten sich 45 Prozent, technisch nicht mithalten zu können – unter Frauen 49, unter Männern 40 Prozent, bei den Über-75-Jährigen sogar 67 Prozent.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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