
Mittelständler wünschen weitere Steuersenkungen
Eine Umfrage des Verbandes ZGV zeigt: Die Verbundgruppen wollen noch niedrigere Steuern und Lohnnebenkosten. Konjunkturhilfen für Unternehmen lehnen sie ab.
David WöllensteinRedakteurKonjunkturhilfe - nein, danke!
Laut Umfrage lehnen außerdem die meisten Verbundgruppen-Chefs zusätzliche Konjunkturhilfen für einzelne Branchen oder Unternehmen ab. Diese würden in erster Linie zu einer Wettbewerbsverzerrung und zu einer Erhöhung der zukünftigen Steuerlast führen.
Die wirtschaftlichen Aussichten verdüstern sich auch bei den Kooperationen: Zu Beginn des zweiten Halbjahres 2008 hatten noch rund 64 Prozent der Unternehmen mit steigenden Umsätzen gerechnet. Eingetroffen ist diese Entwicklung jedoch nur in 37 Prozent der jetzt befragten Gruppen.
Keine Kreditklemme
Ähnlich verhält es sich mit den Investitionen: 44 Prozent der Unternehmen planten steigende Investitionen, doch nur 23 Prozent meldeten tatsächlich gestiegene Ausgaben für das zweite Halbjahr des vergangenen Jahres.
Von einer "Kreditklemme" ist nach Auswertung der Befragung im kooperierenden Mittelstand noch nichts zu erkennen. Als beunruhigend wird jedoch vom ZGV gewertet, dass fast ein Viertel der befragten Verbundgruppen schlechtere Konditionen in der Kreditvergabe ihrer Hausbank feststellen. Auch melden einzelne Verbundgruppen erste konjunkturbedingte Entlassungen.
Für diese ZGV-Blitzumfrage wurden wurden 233 Kooperationen aus verschiedenen Branchen angeschrieben, die Rücklaufquote lag bei mehr als 45 Prozent, teilt der ZGV mit.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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