
Modehändler melden steigende Umsätze
Die Deutschen haben 2010 wieder mehr in ihre Garderobe investiert. Ein vorläufiges Umsatzplus von drei bis vier Prozent für das Gesamtjahr 2010 meldet der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE).
Thomas RehmRedakteurDer "Einzelhandel mit vorwiegend Textilien", der vor allem Betten- und Haustextilgeschäfte umfasst, kam danach im letzten Jahr auf ein Plus von 1,6 Prozent. Die amtliche Statistik beruht auf einer repräsentativen und gewichteten 5-Prozent-Stichprobe.
Platzhirsche legen überdurchschnittlich zu
Dennoch gibt es eine ganz Reihe von Textil- und Modegeschäften, die 2010 ein Umsatzminus hinnehmen mussten. Getroffen hat es vor allem kleinere Geschäfte in frequenzarmen Lagen, die zahlenmäßig immer noch die Mehrheit der Branche stellen. Da viele Erhebungen jedoch bei ihrer Durchschnittsberechnung eine Umsatzgewichtung vornehmen, fallen die Ergebnisse dieser Kleinbetriebe weniger stark ins Gewicht. Es ist also möglich, dass trotz des Gesamtzuwachses der Branche im letzten Jahr die Mehrzahl der Unternehmen einen Umsatzrückgang erlitten hat, räumt der BTE ein.
Dagegen haben größere Mittelständler und Platzhirsche erneut überdurchschnittlich abgeschnitten - auch dank eines professionellen Warenmanagements. Hier hätten kleine und mittlere Fachgeschäfte meist Nachteile, da ihnen oft die Möglichkeit fehle, mit Flächenverschiebungen auf Marktveränderungen zu reagieren, heißt es von Verbandsseite.
Zahlreiche Modehäuser verbuchten zudem wachsende Umsätze aus (neuen) Online-Aktivitäten. Dass E-Commerce ein expansiver Markt ist, zeigt die Entwicklung des "Versand- und Internethandels mit vorwiegend Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren", der im vergangenen Jahr seinen Umsatz um starke 9,6 Prozent steigern konnte.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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