
„Mompreneure“ machen eine halbe Milliarde Euro Umsatz im Web
Es gibt in Deutschland eine ganze Reihe von Vorzeige-Gründerinnen wie Sabrina Schönborn und Laura Gollers (Sugarshape), Nora Hofbauer (Gourmesso), Chalwa Heigl (Gugl) oder Julia Bösch und Anna Alex (Outfittery). Doch auch jenseits hipper Startups verstehen Frauen das Geschäft. "Mompreneure" werden in diesem Jahr einen Milliarden-Umsatz erzielen.
Der Löwenanteil der Mompreneure findet sich aber im Gesundheits- und Sozialwesen. Im Onlinehandel gibt es rund 5.200 Mompreneure. Sie bringen es immerhin schon auf einen durchschnittlichen Pro-Kopf-Umsatz von 97.141 Euro im Jahr. Bis 2020 wird der Wert weiterhin stark, um fast ein Drittel (31,6 Prozent), auf 127.857 Euro zulegen. Seit 2010 wäre damit dann ein Wachstum der Pro-Kopf-Erlöse im E-Commerce von fast 200 Prozent zu beobachten.
eBay, das sich mit der Studie natürlich auch als ideale Plattform für Gründerinnen mit Kind in Position bringen will, hat selbstverständlich auch eine Reihe von Erfolgsstorys parat.
Zur Studie:
Die Studie wurde von Statista aufbereitet. Den Berechnungen des Research- und Analysedienstleisters lag ganz überwiegend Datenmaterial des Statistischen Bundesamtes und des Handelsverbands Deutschland (HDE) bis zum Jahr 2014 zugrunde. Werte für die Jahre 2015 bis 2017 wurden daher durch eine lineare Fortschreibung, ab 2018 über eine Bevölkerungsvorausberechnung ermittelt. Als „Mompreneure“ wurden für diese Analyse alle selbständigen Frauen mit Kindern unter 18 Jahren betrachtet. Ihre Umsatzwerte wurden dann anteilig über Daten für Kleinstunternehmen errechnet. Die Kleinstunternehmen sind dabei definiert mit einer Größe von bis zu 9 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von bis zu 2 Millionen Euro. Statista hat hierbei auch für den Anteil der Mütter im Einzel- und Online-Handel die in Deutschland gängige Selbständigenquote von 10,3 Prozent zugrunde gelegt.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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