
Amazon sagt Milliarden-Deal ab, Auctionata insolvent, Lidl-Express, AllyouneedFresh, Helpling, Mister Spex, Rocket Internet, Postmates, Target, Deliveroo, Chatbots
Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser! Jedes fünfte Unternehmen in Deutschland ist immer noch ohne Telefon. Pardon. Es sollte heißen: Jedes fünfte Unternehmen in Deutschland ist immer noch ohne Webseite, meldet Haufe. So oder so. Die Zahl aus einer Umfrage von Gelbe Seiten zeigt, dass gerade kleinere Unternehmen immer noch ohne Anschluss an die Kunden und die Gegenwart sind.
Lidl baut weitere Abhol-Supermärkte:
Lidl bringt sein Express-Konzept ("Lidl Express") im Frühjahr gleich in mehrere Berliner Märkte. "Offensichtlich will Lidl sein Express-Konzept in deutlich größerem Stil testen als bisher angenommen", meint der Supermarkt-Blog. In den Läden sollen Convenience-Sortimente mit einer Abholstation für Onlinebestellungen verbunden werden. In derartige Läden würde übrigens eines Tages auch die "Amazon Go"-Technik gut reinpassen.Auctionata insolvent:
Das Start-Up Auctionata Paddle8, Online-Auktionshaus für Kunst und Luxusartikel, muss eine vorläufige Insolvenz beantragen. Dies bestätigte Auctionata-Chef Thomas Hesse der WirtschaftsWoche. Auctionata soll sich nun gesundschrumpfen, will sich wieder von Paddle8 trennen und die US-Tochter aufgebenAllyouneedFresh peilt 40 Millionen Euro an:
Die DHL-Tochter AllyouneedFresh will mit seinem Liefermodell 2017 bis zu 40 Millionen Euro Umsatz erreichen. Die Zahl nennt Allyouneed-Chef Udo Kießlich im Podcast-Interview mit Kassenzone.Helpling stellt sich breiter auf:
Helpling, Online-Vermittlungsplattform für Reinigungskräfte, makelt nun auch Handwerker und ermöglicht die Buchung haushaltsnaher Dienstleistungen wie Fensterreinigung, Möbelaufbau oder Malerarbeiten.Lensstore heißt jetzt Mister Spex:
Lensstore heißt jetzt Mister Spex. Damit zeigt sich der Online-Optiker nun auch in Schweden unter einer Dachmarke. Mister Spex hatte die Mehrheit des schwedischen Branchenprimus Lensstore bereits 2012 übernommen.Rocket Internet will 2017 drei Firmen in die schwarzen Zahlen bringen:
Rocket Internet will trotz anhaltender Probleme in diesem Jahr mehrere Beteiligungen in die schwarzen Zahlen bringen. Wenigstens drei Unternehmen sollen die Profitabilität erreichen. Welche das sein werden, das sagte Finanzchef Peter Kimpel dem Wirtschaftsmagazin "Capital" nicht. Ist vermutlich ein bisschen wie der Versuch, beim Lotto auf drei Richtige zu tippen. Sowohl die Rocket Holding als auch die wichtigsten Beteiligungen schrieben im vergangenen Jahr immer noch hohe Verluste. Zugleich mussten die Werte gleich mehrerer Unternehmen nach unten korrigiert werden - wie beim Möbelhändler Home 24, dem Kochboxen-Lieferanten Hellofresh und der Modegruppe Global Fashion Group.Schlichtungs-Link ist Sache der Marktplätze:
Händler müssen auf ihrer Website einen Link zur Streitschlichtungsplattform der Europäischen Union einbauen. Dem Verbraucherschutz wegen. Das Oberlandesgericht Dresden hat nun entschieden, dass dies auf Marktplätzen Sache der Marktplatzbetreiber ist und nicht der Marktplatzhändler.INTERNATIONAL
Amazon sagt Milliarden-Deal mit Souq.com ab:
Souq, eine Art Amazon Arabiens, war ein heißer Kandidat für einen Milliarden-Deal. Amazon und Flipkart, das Amazon Indiens, sollen für eine Übernahme in Dubai am Verhandlungstisch gesessen haben. Beide machen aber nun wohl ob des Preises einen Rückzieher, meldet Bloomberg.Postmates testet Starship:
Die autonomen Roboter-Lieferwägelchen von Starship, hierzulande unter anderem im Testlauf bei Media-Saturn, sollen für Postmates in zwei US-Städten probeweise Lebensmittel zum Kunden bringen, weiß ReCode.Target wächst nur online:
Target, zweitgrößter Discount-Einzelhändler der USA, verliert trotz zuletzt gewaltiger Werbeanstrengungen in den USA auf vergleichbarer Fläche im November und Dezember mehr als ein Prozent Umsatz. Licht sieht nur der Online-Bereich mit einem Plus von 30 Prozent. Weitere Zahlen nennt RetailDive.Deliveroo investiert in Technik-Teams:
Der Essens-Lieferdienst Deliveroo will im Heimatland Großbritannien 300 neue Mitarbeiter in Technik und IT einstellen, weiß Business Insider. Das Ziel: Sich mit Innovationen gegen das Vordringen von Amazon und Uber in dem Marktsegment wappnen.TRENDS & FAKTEN
Twitter beerdigt Buy-Button:
Twitter beerdigt die Pläne für seinen Buy-Button. Twitter will sich auf andere Erlösquellen konzentrieren, sagt Techchrunch. Viel passieren wird da nicht unbedingt. Google hat gerade mit Fabric eine wichtige Entwicklungsplattform von Twitter gekauft und wirbt die Teams ab, meldet ReCode.Zahl des Tages:
Jeder vierte Bundesbürger kann sich vorstellen, Chatbots zu nutzen. Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Als Bots werden Programme oder Anwendungen bezeichnet, die bestimmte Aufgaben selbstständig und automatisiert ausführen. 64 Prozent wollen Chatbots einsetzen, um Veranstaltungstickets zu reservieren oder zu kaufen. Jeweils 58 Prozent möchten Chatbots für Recherchen beim Online-Shopping nutzen. 41 Prozent finden Chatbots für den Einsatz im Kundenservice attraktiv. Für 23 Prozent wäre es interessant, Chatbots in Verbindung mit Lieferservices nutzen.Beliebtester Beitrag am Vortag:
Immer mehr Händler gerade auch in Mittelzentren entdecken Online-Marktplätze als Rettungsanker. Was taugen lokale Online-Marktplätze wirklich?Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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