
Signa Sports United, Deinschrank.de, Inflation, Arbeitszeiterfassung, US-Handel, GfK, Lululemon, Shein, US-Marktplätze, HDE, E-Food, Haehnlein
einen schönen guten Morgen und ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Ab Mitte nächster Woche versenden wir das Morning Briefing über einen anderen Provider und von einer leicht angepassten Absender-Adresse. Die Zustellung an Sie sollte problemlos funktionieren – aber falls Sie wider Erwarten doch die morgendliche E-Mai von etailment vermissen, prüfen Sie bitte Ihren Spam-Ordner. Sollte das auch ohne Ergebnis bleiben, so hilft Ihnen gern Volker Weiland: volker.weiland@dfv.de Wir wünschen Ihnen...
Ab Mitte nächster Woche versenden wir das Morning Briefing über einen anderen Provider und von einer leicht angepassten Absender-Adresse. Die Zustellung an Sie sollte problemlos funktionieren – aber falls Sie wider Erwarten doch die morgendliche E-Mai von etailment vermissen, prüfen Sie bitte Ihren Spam-Ordner. Sollte das auch ohne Ergebnis bleiben, so hilft Ihnen gern Volker Weiland: volker.weiland@dfv.de
Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Vergnügen bei der Lektüre und grüßen herzlich,
Ihr etailment-Team
HANDEL NATIONAL
Signa Sports United erhält Unterstützung von der Signa Holding
Signa Sports United erhält eine neue Kapitalspritze in Höhe von 150 Millionen Euro vom Dachkonzern Signa Holding. Mit der Finanzhilfe soll der Betrieb des Online-Sporthändlers bis 2025 gesichert werden. Derzeit betreibt er 80 digitale Shops in 17 Ländern. Damit unterstützt der Konzern das Tochterunternehmen zum zweiten Mal in diesem Jahr, im Februar flossen 130 Millionen Euro in die Kassen. Für den Nettoumsatz verzeichnete der Sportspezialist im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2023 ein deutliches Minus von 23,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 195 Millionen Euro, berichtet die Lebensmittelzeitung.
girocard mit neuen Funktionen
Die girocard ist mit Abstand die beliebteste bargeldlose Zahlungsmethode in Deutschland. Damit das so bleibt, wird sie umfangreich weiterentwickelt. Händler können über eine Umfrage ihre Ideen dazu äußern. Mehr lesen
Deinschrank.de ist weiter in Betrieb
Anfang der Woche meldete der Online-Möbelhändler Deinschrank.de Insolvenz an, der Geschäftsbetrieb geht nach Angaben des Insolvenzverwalters White & Case Partner Dr. Biner Bähr weiter, meldet Möbelmarkt.de. Der Insolvenzverwalter erarbeite ein Restrukturierungskonzept mit den erforderlichen Maßnahmen. Kundenbestellungen würden weiter angenommen, die Möbelproduktion werde fortgesetzt, Löhne und Gehälter der 110 Mitarbeiter seien gesichert. Der Umsatz der Deinschrank.de-Gruppe habe im vergangenen Jahr bei 25 Millionen Euro gelegen.
Leichter Anstieg der Inflation
Die Inflation in Deutschland steigt im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat voraussichtlich auf 6,4 Prozent an, das erste Plus seit drei Monaten. Gegenüber dem Vormonat liegt der Zuwachs bei 0,3 Prozent. Im Mai hatte der Wert gegenüber dem Mai 2022 bei 6,1 Prozent gelegen, meldet das Statistische Bundesamt. Für die Kerninflation, ohne Nahrungsmittel und Energie, berechnet die Behörde eine Rate von 5,8 Prozent. Die Preise der Nahrungsmittel seien 13,7 Prozent höher als im Juni 2022.
Neue Pflichten zur Arbeitszeiterfassung: Was Händler jetzt beachten müssen
Gemäß dem Urteil von EuGH und BAG müssen Arbeitgeber künftig die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter vollständig erfassen. Ein Referentenentwurf aus dem Bundesarbeitsministerium sieht grundsätzlich die elektronische bzw. digitale Arbeitszeiterfassung vor. Analoge Erfassung soll künftig nur für Kleinunternehmen mit weniger als zehn Angestellten möglich sein. Jetzt sind die Unternehmen am Zug. Lisa Kamrath, Head of Product beim Zahlungsdienstleister Vert, erklärt in einem Gastbeitrag, welche Kriterien digitale Zeiterfassungssysteme erfüllen sollten und welche Rolle Kartenterminals dabei spielen könnten.
HANDEL INTERNATIONAL
US-Handel erwartet Rückzahlung der Uni-Kredite im Oktober
Dem Handel in den USA könnte ein schwerer Herbst bevorstehen. Im Oktober endet die lange Phase, in der die Rückzahlung der Studienkredite ausgesetzt war. Diese Verpflichtung war in Folge von Corona über Jahre ausgesetzt gewesen. Nun tritt sie wieder in Kraft, berichtet Business Insider. Der Handel müsse damit rechnen, dass die Verbraucher unter anderem beim Shopping sparen werden. In der Vergangenheit gingen 18,5 Prozent der Ausgaben der Personen, die kreditfinanziert studiert hatten, nach Berechnungen von Numerator an Amazon, mehr als elf Prozent an Walmart und knapp sechs Prozent an Target.
Der Einzelhandel in Europa erreichte 2022 ein deutliches Plus
Im vergangenen Jahr verzeichnete der Einzelhandel in den EU-Staaten ein Umsatzplus von 6,5 Prozent auf insgesamt 2,83 Billionen Euro. Am stärksten nach oben ging es in der Slowakei mit 23 Prozent, in den osteuropäischen Ländern lagen die Werte durchgehend über neun Prozent, meldet die GfK. In Finnland sei der Umsatz nur um drei Prozent gegenüber den Zahlen von 2021 angestiegen, in Schweden dagegen lagen die Umsätze um ein Prozent unter den Vorjahreswerten. Die Analysten führen die positiven Zahlen primär auf die hohen Inflationsraten zurück, doch die Verbraucher zeigten sich in Folge des Kriegs und der Inflation verunsichert.
Produkte von Lululemon bei Zalando erhältlich
Die Sportartikelmarke Lululemon startet den Verkauf über Zalando. Erhältlich sind Bekleidung und Accessoires aus den Bereichen Yoga, Running und Training in zwölf europäischen Märkten. Bislang war die kanadische Marke im D2C-Vetrieb tätig, nun startet die Kooperation mit Zalando als einem bevorzugten Online-Partner in Europa. Lululemon wolle so einen Kundenzuwachs in den bestehenden Märkten und den Ländern, in denen das Unternehmen noch nicht physisch vertreten sei, erreichen.
Frankreich startet Untersuchung von Shein
Nun fordert auch der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire eine Untersuchung der Fast-Fashion-Anbieter, explizit von Shein. Im Mittelpunkt sollen Fragen des Umwelt- und Verbraucherschutzes sowie soziale Themen stehen. Die sozialen Bedingungen, unter denen die Kleidungsstücke hergestellt würden, seien nicht bekannt, zitiert Politico den Minister. Auch die Informationen über Sicherheit und Qualität der Produkte, die auf der Plattform angeboten würden, seien nicht ausreichend.
Verschärfte Pflichten für Unternehmensinfos auf US-Marktplätzen
Die US-amerikanischen Behörden fordern von Händlern auf Online-Marktplätzen mehr Informationen. Verkäufer, die in den vergangenen 24 Monaten innerhalb einer durchgehenden Frist von zwölf Monaten mindestens 200 Transaktionen durchgeführt oder einen Mindestumsatz von 5.000 US-Dollar erzielt haben, müssen ihre Steuernummer und Bankdaten an die Betreiber der Online-Marktplätze weitergeben. Der Inform Consumers Act ist als Instrument für die Bekämpfung der Cyber-Kriminalität angelegt. Bei Verstößen drohen nach einem Bericht von Retail Dive Geldstrafen bis zu 50.120 US-Dollar. Aufgrund der Daten könne schneller gegen unseriöse Anbieter vorgegangen werden und die Verbraucher könnten mit mehr Sicherheit einkaufen, erklärten Vertreter der Handelsverbände.
TRENDS & TECH
Der HDE fordert eine Förderung neuer Technologien
Der Handelsverband HDE warnt vor der Einführung einer Steuer für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Eine solche Steuer könnte zum Ausbremsen der technologischen Innovationen führen und dem Wirtschaftsstandort Deutschland schaden. Künstliche Intelligenz müsse gefördert werden und Unternehmen dabei unterstützt werden. Die KI biete dem Einzelhandel ein großes Potenzial. Eine Steuer auf die Künstliche Intelligenz sei der falsche Weg, Innovationen bräuchten Freiräume. Es gehe um die Förderung der Grundlagenarbeit durch staatliche Finanzhilfen.
Etailment Deep Dive: Käufertypen auf E-Food-Plattformen
E-Food. Ein Megatrend mit zweistelligen Wachstumsraten pro Jahr. Doch die «Königsdisziplin des E-Commerce» ist kein Selbstläufer. Komplexe Prozesse, gesetzliche Vorschriften und geringe Margen machen E-Food zur Challenge. Hier setzt das E-Food-Buch von Dr. Matthias Schu an: Praktiker und Neueinsteiger erhalten ein Handbuch, das Komplexität und Stolpersteine anschaulich aufzeigt und mit Best Practices umsetzbare Lösungen präsentiert. Etailment stellt das Fachbuch, insbesondere das Kapitel zum Thema Käufertypen, in der Rubrik Deep Dive vor.
NACHHALTIGKEIT
Haehnlein bietet Bio-Eier im Abo
Die Bio-Marke Haehnlein steigt in den Online-Verkauf von Eiern ein und bietet sie im Abo an. Die Kunden könnten die Eier der Größe L im Online-Shop bestellen und die Liefertermine wöchentlich, zweiwöchentlich oder monatlich auswählen. Die Lieferung erfolge immer donnerstags, die Eier seien in Pappkartons und Holzwolle verpackt, die Mengen variierten zwischen zehn, zwölf und 40. Die Abos hätten eine Laufzeit von drei Monaten, danach sei eine monatliche Kündigung möglich. Für Haehnlein bilde der Direktverkauf nur eine Ergänzung, es gebe keine Einschränkung der Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel.
Redakteur
Wolfram Marx ist Journalist und schreibt für etailment unter anderem das Morning Briefing mit den täglichen Nachrichten aus Handel und E-Commerce. Seine Beiträge erschienen zudem in weiteren Fachtiteln der dfv Mediengruppe wie TextilWirtschaft, ahgz und Food Service sowie in der Rheinischen Post und im Reisefachmedium Travel ONE.
Alle Beiträge