Gründerinnen, Robco, Deutschlandcard, Ebay, Ant Group + Credit Suisse, Microsoft, Infrastruktur, Meta, Digitalisierung, Wish

Gründerinnen, Robco, Deutschlandcard, Ebay, Ant Group + Credit Suisse, Microsoft, Infrastruktur, Meta, Digitalisierung, Wish

Aktuelle E-Commerce-News: Gründerinnen, Robco, Deutschlandcard, Ebay, Ant Group + Credit Suisse, Microsoft, Infrastruktur und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Nur zwei Prozent Kapital für Start-up-Gründerinnen
Lediglich 102 Mio. Euro und damit nur zwei Prozent des im vergangenen Jahr in Deutschland investierten Wagniskapitals floss in Start-ups mit rein weiblichen Gründerteams. Weitere 608 Mio. Euro gingen an gemischte Teams, aber der Löwenanteil von 4,9 Mrd. Euro – 87 Prozent – wurde in rein männlich geführte Unternehmen gesteckt. Bei großen Summen wird das Gefälle noch deutlicher, berichtet Textilwirtschaft.de. Lag der Frauenanteil im Durchschnitt aller Start-ups bei 12,2 Prozent, so sank er bei Finanzierungen über 50 Mio. Euro auf 1,8 Prozent.

Exporthandel vorsichtig optimistischer
Die Ifo-Exporterwartungen haben sich im Februar leicht aufgehellt, der Index stieg von minus 8,5 Punkten auf minus 7 Punkte. Dies gilt insbesondere für die Branchen Nahrung und Getränke, Glas und Keramik sowie Elektro. Für den Fahrzeugbau und die Metallbranche gibt es keine Verbesserung, im Maschinenbau sind die Erwartungen sogar auf den niedrigsten Stand seit Juni 2020 gesunken.

Robco erhält nächsten amerikanischen Investor
Das Münchner Robotik-Start-up Robco hat mit Lightspeed Ventures einen neuen Investor gefunden, der das Investitionsvolumen auf insgesamt 55 Millionen Dollar aufstockt. Im Jahr 2023 wurden weltweit 550.000 Roboter in Fabriken installiert, aber nur 10 Prozent davon in kleinen und mittleren Unternehmen, berichtet Forbes.com. Das ist der Markt für die Entwickler von Robco, die sich auf modulare und kostengünstige Robotik spezialisiert haben und mit dem frischen Kapital die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz in ihrer Software ausschöpfen wollen.

Deutschlandcard wird noch verspielter
Die Deutschlandcard startet ihre Frühjahrskampagne nicht nur mit Rubbellosen im stationären Handel, sondern setzt die Gamification auch in ihrer App fort. Dort können die Kunden des Kundenbindungsprogramms die Spielfigur Winni durch seine Welt steuern und mit Hilfe der Glücks-Codes auf den Rubbellosen neue Level freischalten. Glücks-Codes gibt es auch beim Online-Einkauf bei Weltbild, Otto.de, Booking.com und 500 weiteren Partnershops.


HANDEL INTERNATIONAL

Ebay UK beginnt seine Roadshow in Ascot
Ebay startet in Großbritannien eine Roadshow mit vier Terminen, berichtet ChannelX.world. Start ist am 21. März in Ascot, die Anmeldung hat bereits begonnen. Besucher erwartet Networking mit gleichgesinnten Verkäufern, offene Frage-Antwort-Runden, Schulungen sowie Expertenvorträge mit Tipps, Tricks und Einblicken in die Methoden der Top-Verkäufer. Außerdem können Einzelgespräche mit einem geschulten Ebay-Marktplatzberater gebucht werden.

Ant Group bietet um Wertpapiergeschäft der Credit Suisse in China
Laut Handelszeitung.ch hat die Ant Group ein höheres Angebot für das Wertpapiergeschäft der Credit Suisse in China abgegeben als der US-Hedgefonds Citadel. Citadel hatte der UBS, welche die Credit Suisse 2023 übernommen hat, im Dezember ein Angebot von 208,47 Mio. Dollar unterbreitet. Die Handelszeitung zitiert einen Artikel von Bloomberg News, wonach das Angebot der Alibaba-Tochter geprüft werde, die chinesische Regierung aber einen ausländischen Investor bevorzuge. Die Ant Group betreibt mit Alipay die weltweit größte Plattform für mobile und Online-Zahlungen.


Microsoft kooperiert mit Mistral AI
Microsoft, mit 13 Mrd. Dollar der größte Investor in OpenAI, hat laut Standard.at nun auch eine Kooperation mit dem französischen KI-Start-up Mistral besiegelt. Dessen neueste KI-Modelle sollen künftig Teil von Microsofts Cloud-Plattform Azure werden, aber Open Source bleiben. Auch weitergehende gemeinsame Entwicklungen für bestimmte Kundengruppen seien ausgelotet worden, zudem habe sich Microsoft mit einer „kleinen“ Summe an Mistral beteiligt.

Große Internetfirmen sollen sich an Infrastrukturkosten beteiligen
Vertreter von Telekom (Deutschland), Vodafone (Großbritannien), Telefónica (Spanien) und Orange (Frankreich) haben auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona gefordert, dass sich große Internetfirmen wie Meta, Netflix und Youtube an den Infrastrukturkosten in Europa beteiligen, berichtet T3N.de. Die fünf größten Online-Dienste verursachten rund 55 Prozent des Datenverkehrs und dieser wachse jährlich um 30 bis 50 Prozent. Für die Nutzung der Infrastruktur zahlten sie aber nichts, dies müsse von der EU-Kommission fair geregelt werden.

Meta richtet zur EU-Wahl Task-Force gegen Desinformation ein
Meta hat die Einrichtung einer Task Force zur Bekämpfung von Desinformation und missbräuchlichen KI-generierten Inhalten für die bevorstehenden EU-Wahlen im Juni angekündigt. Ziel ist es, potenzielle Bedrohungen zu identifizieren und „Echtzeit-Abwehrstrategien“ anzuwenden, so Thenextweb.com. Neben der Entfernung illegaler Inhalte wird auch das Faktencheckerteam um drei neue Partner in Bulgarien, Frankreich und der Slowakei erweitert. Der Digital Services Act verpflichtet sehr große Plattformen wie Facebook, Instagram oder Tiktok, Maßnahmen gegen Desinformation und Wahlmanipulation zu ergreifen.


NACHHALTIGKEIT

Digitalisierung könnte fast ein Viertel zum Klimaziel beitragen
Laut der Bitkom-Studie „Klimaeffekte der Digitalisierung 2.0“ könnten digitale Technologien 24 Prozent zum Erreichen der Klimaziele für das Jahr 2030 beitragen. Je nach Geschwindigkeit der Digitalisierung könnten so netto zwischen 43 und 80 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Zwei der wichtigsten Beiträge seien zum einen intelligente Stromnetze, in denen Stromerzeugung und -verbrauch präzise gesteuert werden können, und zum anderen die Verbreitung smarter Gebäudetechnik, die vernetzte Klimaanlagen und Heizkörper effizient regelt.

Wish nimmt gebrauchte Hardware in Zahlung
Die kürzlich von Qoo10 übernommene Shopping-App Wish bietet ihren Kunden in den Niederlanden an, gebrauchte Hardware wie Smartphones, Laptops oder Computer in Zahlung zu nehmen, berichtet Finanznachrichten.de. Ermöglicht wird dies durch eine Kooperation mit Remarketed, dessen Service es erlaubt, Kunden auf Basis von Alter und Zustand der Geräte in Echtzeit ein Kaufangebot zu unterbreiten. Nach der Pilotphase in den Niederlanden soll „Wish Trade in“ auf weitere Märkte ausgedehnt werden.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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