
HDE, Kaufland, Betrug im E-Commerce, Lieferbedingungen, Geomix, Luxemburg, Kosmetikmarkt, Galaxus, Dress My Crib, Statement, Quiet Critics, Valantic
einen schönen guten Morgen und ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Ab Mitte dieser Woche versenden wir das Morning Briefing über einen anderen Provider und von einer leicht angepassten Absender-Adresse. Die Zustellung an Sie sollte problemlos funktionieren – aber falls Sie wider Erwarten doch die morgendliche E-Mai von etailment vermissen, prüfen Sie bitte Ihren Spam-Ordner. Sollte das auch ohne Ergebnis bleiben, so hilft Ihnen gern Volker Weiland: volker.weiland@dfv.de Wir wünschen Ihnen w...
Ab Mitte dieser Woche versenden wir das Morning Briefing über einen anderen Provider und von einer leicht angepassten Absender-Adresse. Die Zustellung an Sie sollte problemlos funktionieren – aber falls Sie wider Erwarten doch die morgendliche E-Mai von etailment vermissen, prüfen Sie bitte Ihren Spam-Ordner. Sollte das auch ohne Ergebnis bleiben, so hilft Ihnen gern Volker Weiland: volker.weiland@dfv.de
Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Vergnügen bei der Lektüre und grüßen herzlich,
Ihr etailment-Team
HANDEL NATIONAL
Das Konsumbarometer des HDE mit geringem Plus
Der HDE verzeichnet für die im Konsumbarometer erkennbare Verbraucherstimmung im Juli nur ein minimales Plus. Der Einzelhandelsverband spricht davon, dass die positive Entwicklung seit Herbst 2022 in den vergangenen Monaten schwächer wurde und nun annähernd auf dem vorigen Niveau verharrt. Die Verbraucher seien zwar stärker zu Konsum bereit, auf der anderen Seite werde aber auch wieder verstärkt gespart. Ein starkes Plus für den privaten Konsum sei nicht zu erwarten. Die negativen Konjunkturerwartungen setzten sich fort.
girocard mit neuen Funktionen
Die girocard ist mit Abstand die beliebteste bargeldlose Zahlungsmethode in Deutschland. Damit das so bleibt, wird sie umfangreich weiterentwickelt. Händler können über eine Umfrage ihre Ideen dazu äußern. Mehr lesen
Kaufland eröffnet in einer Filiale einen Showroom für den Online-Marktplatz
In Düsseldorf können die Kaufland-Kunden einige der im Online-Marktplatz verfügbaren Produkte in einem Showroom direkt in Augenschein nehmen. In der dortigen Filiale stehen Ausstellungsstücke bereit, mit Hilfe eines QR-Codes erhalten die Kunden nach Angaben der Handelskette auf einer Aktionsseite weitere Informationen. Ziel sei es, E-Commerce und stationären Handel zu einer Kaufland-Welt zu verknüpfen. Auch in der App seien nun Filialangebote, Marktplatz und Coupons zusammengefasst.
Online-Handel stark von Betrugsfällen betroffen
Der deutsche Online-Handel muss mit einem hohen Anteil von Betrugsfällen kämpfen. Nach einer Untersuchung des Informationsdienstleisters Crif sind 94 Prozent der 230 befragten Online-Shops einmal Opfer eines Betrugs oder eines Versuchs gewesen. 62 Prozent meldeten einen Anstieg der entsprechenden Fälle, für 35 Prozent habe es keine Veränderungen gegeben, die Zahl der Fälle verbleibe auf einem hohen Niveau. Die am stärksten genutzte Betrugsform sei der Identitätsbetrug, 92 Prozent gaben an, dass sie von ihm betroffen gewesen seien. Bei den in den vergangenen zwölf Monaten entstandenen Schäden gaben 34 Prozent Summen unter 10.000 Euro an, für 43 Prozent lagen die Beträge zwischen 10.000 und 100.000 Euro, knapp 21 Prozent meldeten Summen über 100.000 Euro.
HANDEL INTERNATIONAL
Fehlende Lieferoptionen führen zu geringeren Kundenzahlen
Kunden schließen ihre Online-Einkäufe nicht ab, da ihnen keine ausreichenden Lieferoptionen zur Verfügung stehen. Dies ist nach einem Bericht von Channel X das Ergebnis einer Studie für den britischen E-Commerce. Durch die Defizite bei den Lieferbedingungen entgingen dem Handel Umsätze in Höhe von rund 31,5 Milliarden Britischen Pfund. Rund 25 Prozent der Verbraucher schlössen ihre Einkäufe an der Kasse nicht ab. Große Anteile der verpassten Umsätze verteilten sich auf fehlende Lieferoptionen mit 7,2 Milliarden Britischen Pfund, hohe Kosten machten 4,9 Milliarden aus, 4,5 Milliarden würden auf zu lange Lieferzeiten zurückgeführt und 4,2 Milliarden auf die Rücksendebedingungen. Dabei schätzten 83 Prozent der Händler, dass sie ein breites Spektrum der Wahlmöglichkeiten böten, aber nur 48 Prozent der Verbraucher teilten diese Auffassung.
Geomix meldet Insolvenz an
Der österreichische Teamsporthändler Geomix hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen möchte das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung durchführen, als Gründe gibt Geomix "die sich in den letzten Jahren massiv verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Branche" an, meldet Internet World. Den Fortbestand stufe das Unternehmen als gesichert ein. Nach dem Start 2023 habe es innerhalb von fünf Jahren einen zweistelligen Millionenumsatz erwirtschaftet, dabei aber eine knapp kalkulierte Preispolitik durchgeführt. Der Partner SC24.com hatte Mitte Juni Insolvenz angemeldet und hoffe nun, in den nächsten Wochen einen Investor finden zu können.
Hoher Anteil des grenzüberschreitenden Online-Handels in Luxemburg
Verbraucher aus Luxemburg zieht es fürs Online-Shopping gerne ins Ausland. Im vergangenen Jahr lag der Anteil des grenzüberschreitenden Online-Handels dort bei 80 Prozent, der höchste Wert von 16 europäischen Ländern. Der Umsatz erreichte eine Höhe von 1,8 Milliarden Euro, besonders beliebt waren die Plattformen von Amazon, Zalando, Asos, Veepee oder Fnac in Deutschland und Frankreich. Entsprechend hoch ist auch das Vertrauen in den grenzüberschreitenden Handel in Luxemburg mit 86 Prozent. Insgesamt lag der Umsatz für die 16 Länder bei 179,4 Milliarden Euro, berichtet Ecommerce News. Großbritannien wies zwar die höchste Umsatzsumme mit 28 Milliarden Euro auf, doch dies bedeute dort nur einen Marktanteil von 16 Prozent. Schwächer seien hier nur die Niederlande mit 15,2 Prozent.
Mehr Online-Käufe von Kosmetika aus Spargründen
In Großbritannien zeichnet sich beim Kauf von Kosmetika und Gesundheitsprodukten eine Bewegung in die Online-Shops ab. 38 Prozent kaufen verstärkt online im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit, der Hauptgrund ist dabei der Kostenfaktor, schreibt Channel X auf Grundlage einer Untersuchung von Commerce Hub. 55 Prozent der Befragten entschieden sich für den Kauf im Online-Shop wegen der besseren Vergleichsmöglichkeiten bezüglich Preisen und Größe der Produkte. Die Preise seien heute ein wichtigeres Kriterium gegenüber der Produktqualität. Nur für 30 Prozent spielten Fragen der Arbeitsbedingungen bei der Produktion und für 18 Prozent die nachhaltige Verpackung eine wichtige Rolle.
TRENDS & TECH
Galaxus will mit dem blauen Häkchen die Sicherheit erhöhen
Galaxus führt in den E-Mail-Versand an die Kunden die blauen Häkchen als Sicherheitszertifikat ein. Es wird nur an Unternehmen vergeben, die bestimmte Kriterien des Bimi (Brand Indicators for Message Identification) erfüllen. Grundlage dafür ist ein vierstufiger Prozess. Das Schweizer Online-Kaufhaus will die Sicherheit der Kunden gegenüber Phishing-Betrügern erhöhen, das Bimi wird von autorisierten Zertifizierungsstellen erteilt. Die Kunden könnten dies dann in den E-Mails durch das Logo von Galaxus und das blaue Häkchen erkennen.
Dress My Crib eröffnet einen AR-Marktplatz für Teppiche
Der Marktplatz für Heimdekoration Dress My Crib stattet die Plattform mit einer Augmented-Reality-Technologie für die Präsentation der angebotenen Teppiche aus. Dies erfolgt durch eine automatische Konvertierung der Teppiche in AR, schreibt Möbelmarkt.de. Die Kunden könnten sich die möglichen Produkte in ihrer Wohnung darstellen lassen, der Kauf der ausgewählten Teppiche erfolge dann direkt beim Anbieter. Mit dem neuen System wolle das Unternehmen die Zahl der Retouren verringern. Der Marktplatz mit Sitz in Litauen plane den Ausbau der Plattform zu einem Marktplatz für alle Einrichtungsprodukte.
Statement bietet Vergleichssystem für die Wahl von Kartenanbietern
Das britische Start-up Statement hat ein System für den Vergleich von Bezahl- und Kreditkarten auf den britischen Markt gebracht. Als Zielgruppe nennt das Unternehmen für das neue Verfahren klein- und mittelständische Händler, meldet Tech.eu. 92 Prozent von ihnen würden durch Verträge mit Laufzeiten über ein Jahr blockiert, 66 Prozent der Unternehmen seien die Entgelte für Transaktionen nicht bekannt. Es gehe um eine höhere Transparenz und eine Beschleunigung der Suche nach den passenden Kartenanbietern von mehreren Tagen auf Minuten.
Phänomen "Quiet Critics": Wie Händler unausgesprochene Probleme im Shop erkennen
Die stille Abwanderung von Kunden stellt eine Herausforderung für Online-Händler dar: Die meisten, die einen Shop unzufrieden verlassen oder einen Kauf abbrechen, hinterlassen kein Feedback. Um Kunden zu halten, müssten Händler aber erst einmal wissen, an welchem Punkt der Kundenreise Frustration entsteht. Welche Möglichkeiten Shopbetreibern dafür zur Verfügung stehen und warum klassische Analytics-Tools hier an Grenzen stoßen, erklärt Oskar Stenzel von Fullstory in einem Gastbeitrag für Etailment.
NACHHALTIGKEIT
Informationen über die Nachhaltigkeit hilfreich bei der Auswahl des Lieferverfahrens
Mit Informationen über nachhaltige Liefermöglichkeiten können die Online-Shops die Kunden zur Wahl der passenden Verfahren bewegen. So entscheiden sich die Verbraucher beim Check-out für eine nachhaltige Variante, wenn sie im Vorfeld ausgewählt und mit einem entsprechenden Logo versehen war, erklärt die Gesellschaft für Digital Solutions, Valantic, nach einer von ihr mit Partnern in den Niederlanden durchgeführten Untersuchung. Die Wahlquote sei rund doppelt so hoch im Vergleich zu einer nicht gekennzeichneten Variante. Die besten Ergebnisse bei der Entscheidung der Kunden gebe es bei der Kombination aus der Vorauswahl einer Option und einer zusätzlichen Technik.
Redakteur
Wolfram Marx ist Journalist und schreibt für etailment unter anderem das Morning Briefing mit den täglichen Nachrichten aus Handel und E-Commerce. Seine Beiträge erschienen zudem in weiteren Fachtiteln der dfv Mediengruppe wie TextilWirtschaft, ahgz und Food Service sowie in der Rheinischen Post und im Reisefachmedium Travel ONE.
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